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Wenn Wasser wirbelt



Bericht aus der Onlinezeitung Naturel

Autor: Joe Romanski

Wenn Wasser wirbelt

Wasserwirbel im Wasser
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Für den griechischen Philosophen Thales von Milet war Wasser der Urstoff allen Seins. Einer der wichtigsten und geheimnisvollsten Stoffe im Universum ist Wasser sicher. Trotz Jahrhunderte langer Forschung gibt uns das Wasser immer noch Rätsel auf und offenbart immer wieder ungeahnte Eigenschaften und Möglichkeiten.

Zu denen gehört auch, dass Wasser offensichtlich nicht gleich Wasser ist. Die Qualität von Wasser, so behaupten immer mehr Forscher, lasse sich durch Energetisieren, Vitalisieren oder gar „Levitieren“ verbessern. Alles Unsinn, tönt die Schulphysik dagegen, pure Geschäftemacherei und Dummenfang. Wer aber sind die Dummen, fragt unser Autor Joe Romanski und erklärt im Teil 1 unser Wasserserie, was levitiertes Wasser eigentlich ist.

Wasser ist ein simpler Stoff. Sein Molekül besteht aus einem Sauerstoffatom, an dem zwei Wasserstoffatome kleben. Mehr nicht.

Trotzdem weist Wasser Eigenschaften auf, die es entweder gar nicht oder jedenfalls nicht in diesem Ausmaß haben dürfte, Anomalien genannt. Die Wissenschaft kennt mindestens 13 davon, manche Forscher haben sogar 40 gezählt.

Ein Auszug aus der Liste:

  • Wasser ist der einzige uns bekannte Stoff, der in der Natur in allen Aggregatzuständen existiert.
  • Aus chemischer Sicht müsste Wasser eigentlich gasförmig sein. Doch es besitzt ein 2000fach größere Dichte als es laut Periodensystem sollte.
  • Wasser dehnt sich beim Gefrieren aus (was sonst nur die Metalle Gallium und Wismut tun). Es erreicht schon bei 4° C seine größte Dichte. Deshalb schwimmt Eis oben.
  • Wasser hat eine im Vergleich zu anderen Stoffen ziemlich hohe Spezifische Wärmekapazität, kann also sehr viel Energie aufnehmen, ohne dass sich die Temperatur adäquat erhöht. Dadurch bleibt der Temperaturunterschied zwischen Sommer und Winter auf der Erde für den Menschen erträglich. Wären die Ozeane aus Öl, wäre ein Sommertag in Europa 50 bis 60 Grad warm, während wir im Winter Nordpoltemperaturen hätten.
  • Bei 37ºC ist der Energieaufwand zur Temperaturänderung am größten, was die stabile Körpertemperatur des Menschen sichert.
  • Die Verdampfungswärme des Wassers liegt wesentlich höher als die Verdampfungswärme von anderen Flüssigkeiten.
Wasserwelle
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Aber genügen ein paar Anomalien, um Wasser durch Verwirbelung schmackhafter und gesünder zu machen? Denn dass z.B. levitiertes Wasser wirklich und deutlich besser schmeckt, konnte der Autor im mutigen Selbstversuch feststellen. Lieferant war in diesem Fall das Berliner Unternehmen Wasserwirbel, das wie einige andere im Lande eigentlich Leitungswasser verkauft. Einziger Unterschied: Das Wasser wird aufwändig gefiltert. Und es wird in einem patentierten Verfahren und mit viel Getöse in einer mannshohen Maschine auf eine spezielle Art verwirbelt. Den so entstandenen Qualitätsunterschied spüren nicht nur die Geschmacksknospen, sondern belegen mittlerweile auch einige seriöse Untersuchungen.

Die eingesetzte Verwirblungstechnik, die das Wasser „energetisieren“ soll, geht auf den Detmolder Physiker und Maschinenbauer Wilfried Hacheney zurück. Er stellte fest, dass das Wasser anschließend eine Reihe von Eigenschaften aufweist und Wirkungen entfaltet, die es deutlich von normalen Wasser unterscheidet.

Bach Fluss mit Wasserwirbeln
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In der Begründung beruft sich Hacheney auf Theorien und Modelle, die teilweise bis in die 30er Jahre zurückreichen. Wichtig in diesem Zusammenhang ist tatsächlich der Modellbegriff. Denn das Wassermolekül ist nicht direkt beobachtbar. Alles, was wir von ihm wissen oder zu wissen meinen, ist nur eine indirekte Beobachtung, eine theoretische Ableitung, wenn man so will. Daraus ergibt sich ein Problem, das mittlerweile den wissenschaftlichen Fortschritt hemmt: Obwohl sie es besser wissen müssten oder sogar wissen, sind viele Naturwissenschaftler nicht in der Lage, das Objekt ihrer Untersuchungen, die Natur, auch mal durch eine andere als nur ihre eigene und vertraute Modellbrille zu betrachten. Resultat: Was die etablierten naturwissenschaftliche Theorien nicht erklären können oder nicht zulassen, existiert für sie nicht.

Eines der mittlerweile schulphysikalisch teilweise anerkannten H2O-Modelle sagt,dass im Wassermolekül ein kleines bisschen mehr Energie steckt, als die Wasserstoffatome und das Sauerstoffatom für ihren Zusammenhalt eigentlich benötigen. Diese Überschussenergie nutzt das Molekül für eine lose Bindung nach Außen. Ein unverbindliches Shake-hand mit Kollegen, wenn man so will, das zur Entstehung sogenannter Cluster führt – relativ lockerer Zusammenballungen von ein paar hundert bis ein paar tausend Wassermolekülen, die nun so etwas wie sehr lose geknüpfte Makromoleküle bilden. Deren Struktur wiederum wird von den anderen gelösten Stoffen beeinflusst. Und bleibt auch erhalten, wenn diese längst wieder herausgefiltert worden sind! Weil es diese Struktur ist, die die Heilinformation enthält, funktionieren auch die endlosverdünnten Substanzen der Homöopathie ohne die Anwesenheit der verschüttelten Substanzen – glauben zumindest manche Homöopathen, ohne es freilich sicher zu wissen. Sollte das jedoch stimmen, würden nicht nur heilende Substanzen ihre Signatur im Wasser hinterlassen, sondern auch Schadstoffe.

Doch die Clusterbildung ist nur ein Modell, dass bestimmte Phänomene erklären soll. Nicht erklären kann sie die durch mentale Beeinflussung entstandenen Strukturen in den bekannten Kristallbildern von Masaru Emoto oder Tropfenbildern von Bernd Kröplin. Von dem zum Wasserforscher mutierten Exprofessor für Weltraumtechnik zeigte sich sogar die eher konservative Wochenzeitung DIE ZEIT beeindruckt.1 Andere Forscher freilich, die dem Geheimnis des Wassers abseits der ausgetretenen Pfade auf der Spur sind, sind für die Hamburger Meinungsmacher immer noch „Wirrköpfe“.

Die Hacheney-Maschine


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Zu diesen „Wirrköpfen“ im positiven Sinne gehört zweifellos auch Hacheney. Der bringt das oben beschriebenen Clustermodell mit der Tatsache zusammen, dass Wasser im Körper als Kolloid auftritt. Es transportiert also fein gelöste und gleichmäßig verteilte Stoffe. Dabei spielt nicht nur das Vorhandensein dieser Stoffe eine Rolle, sondern auch ihr Schwebezustand, die Konstanz und Gleichmäßigkeit der Verteilung, die von der Clusterstruktur des Wassers beeinflusst werden. Die wiederum soll durch „Levitation“ verändert werden, womit Hachenay eine Art der Gravitation entgegengesetzt gerichtete Kraft meint – was nicht nur bei Schulphysikern erhebliches Stirnrunzeln hervorruft. Wahrscheinlich kennt der kühne Wasserwirbler aber nur die Arbeiten der an der Grazer Uni forschenden Physiker Bechinger und von Grünberg nicht, die von Entropischer Kraft sprechen. Bei Hacheney ist es auch nicht der großer Hauptwirbel im Behälter, der die Levitation bewirken soll. sondern dieser sorge vielmehr für die Entstehung von nanometergroßen Miniwirbeln, die dann in der Lage sind, die innermolekularen Schwingungszustände zu erhöhen.

Durch das Zerreißen der Cluster und die Entstehung winziger Einheiten komme es schließlich zu einer so gewaltigen Vergrößerung der inneren Wasseroberfläche, dass diese Minifolien quasi zweidimensional würden, was dazu führen soll, dass die Gravitation nicht mehr wirke bzw. der Levitationseffekt überwiege. Der Erfinder dazu:

„Aufgrund seiner Saugenergie zeigt levitiertes Wasser eine erhöhte Bereitschaft, Stoffe aufzunehmen. Zahlreiche Versuche und Beobachtungen... zeigen, dass levitiertes Wasser kolloidale Lösungszustände begünstigt. Die im levitierten Wasser enthaltenen Saugpotentiale fördern den Informationstransport im Wasser selbst. Die Reichweite kohärenter Ordnungszustände ist erheblich größer als in unbehandeltem Wasser. Dies zeigt sich im Verhalten von levitiertem Wasser im Zusammenhang mit kolloiden Systemen.“

An Stellen wie dieser wird klar, dass wir uns in einer Phase der Technologieentwicklung befinden, in der selbst vielen Erfindern nicht klar ist, warum ihre Erfindungen funktionieren.


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Denn gegen Hacheneys Vorstellungen ließen sich viele Einwände vorbringen, was hier jedoch zu weit führen würde.

Möglichweise bewegt er sich mit seinen nanometergroßen Miniwirbeln ohnehin immer noch zu weit in der Makrowelt. Das heißt, die wirklichen Ursachen für die Energetisierung durch Verwirblung liegen wohl eher in der Grundstruktur des Quantenvakuums verborgen.

Folgt man den entsprechenden Theorien z.B. von Hartmut Müller (siehe naturel September/Oktober 04: Die verborgene Harmonie der Welt) oder dem Torkado-Modell seiner mit ihm nicht verwandten Kollegin Gabi Müller, so werden die Wassermoleküle wahrscheinlich durch Resonanzkopplung mit eben diesen Vakuumschwingungen aufgeladen. Auch eine neuere russische Theorie bietet Erklärungsansätze.

Zusammenfassung

Auch wenn die Theorien und Erklärungsansätze neu, phantastisch und möglicherweise falsch oder zumindest fragwürdig sind: Es ist erwiesen, dass levitiertes Wasser „funktioniert.“ So sinkt die spezifische Leitfähigkeit ebenso wie die Konzentration von Metallen in Destillaten. Bei Verdunstungsversuchen zeigte sich bessere Kristallbildung. Die Auswirkungen sind z.B. beim Pflanzenwachstum zu beobachten. Tiere trinken, vor die Wahl gestellt, bevorzugt levitiertes Wasser... Wer es als gesunder Mensch mit einem gesunden Geschmacksempfinden einmal probiert hat, wird es ähnlich halten.

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Dass neben anerkannten Theorien auch saubere, nicht anfechtbare Studien fehlen, ist kein hinreichender Grund, dieses oder ähnliche Verfahren als Scharlatanerie abzutun. Vielmehr sollten sich die Vertreter der etablierten Naturwissenschaften bemühen, offener für andere Modelle und Theorien zu sein, auch wenn diese noch nicht so konsistent und widerspruchsfrei daherkommen, wie es wünschenswert wäre. Denn Fortschritt entsteht nur, wenn alte Vorstellungen (im Hegelschen Sinne) aufgehoben werden. Er folgt einer spiraligen Wirbelstruktur.

Autor: Joe Romanski


1) http://www.zeit.de/2003/49/N-Wasser

2) http://www.uni-graz.at/people/vongruen/bechinger_final.pdf



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