Wasser: Spurenstoff im Trinkwasser an der Ruhr nachgewiesen

Spurenstoff im Trinkwasser an der Ruhr nachgewiesen

Im Trinkwasser von Wasserwerken an der Ruhr ist der Stoff 2,4,8,10-Tetraoxaspiro[5.5]undecan, ein Komplexbildner, nachgewiesen worden. Da die Trinkwasserverordnung für diesen Stoff keinen Grenzwert vorschreibt, hat sich das Umweltministerium umgehend an die Trinkwasserkommission des Bundesministeriums für Gesundheit beim Umweltbundesamt gewandt und um eine toxikologische und trinkwasserhygienische Bewertung dieser Verbindung gebeten.

Eine toxikologische Bewertung konnte das Expertengremium auf Grund fehlender Datenbasis bislang noch nicht vornehmen, vorsorglich wurde aus trinkwasserhygienischer Sicht jedoch ein lebenslang gesundheitlich duldbarer Orientierungswert GOW von 0,3 Mikrogramm pro Liter empfohlen.

Dieser Wert ist ein reiner Vorsorgewert. Auch wenn der Vorsorgewert teilweise überschritten wird, geht hiervon keine akute Gefahr für die Trinkwasserversorgung aus. Das Umweltministerium, die Bezirksregierung und die vor Ort tätigen Behörden haben sich unverzüglich der Problematik angenommen und werden gemeinsam mit dem Verursacher kurzfristig wirksame Minderungsstrategien festlegen.

(Quelle: www.umwelt.nrw.de)

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