Klimaschutz: Umweltwirkungen großer Wasserkraftwerke verringern

Leitfaden zu Empfehlungen der Weltstaudammkommission.

Große Wasserkraftwerke leisten einen bedeutenden Beitrag zur klimafreundlichen Stromerzeugung. Doch sie können zu Umweltschäden führen und in wichtige Ökosysteme eingreifen. Solche negativen Wirkungen lassen sich laut Weltstaudammkommission (World Commission on Dams – WCD) mit guter Planung und Projektdurchführung jedoch stark verringern.

Ein neuer Leitfaden der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt (UBA) fasst die Empfehlungen der WCD für Wasserkraftwerke nun handlich für alle akkreditierten Gutachter des Klimasekretariats (UNFCCC) zusammen. Bei Beachtung der WCD-Empfehlungen erkennt die DEHSt im UBA große Wasserkraftwerke als Klimaschutzprojekte im Rahmen des EU-Emissionshandels an.

Clean Development Mechanism (CDM) in weniger entwickelten Ländern und Joint Implementation (JI) in Industrieländern ermöglichen Klimaschutzprojekte, die zur Minderung der Treibhausgasemissionen beitragen können. Bislang hat die DEHSt zwei große Wasserkraftprojekte mit deutscher Beteiligung als CDM-Projekte in China genehmigt: Das „Yiyang Xiushan Hydropower Project“ und die „Hubei Xuan’en Dongping Hydropower Station“.

Große Wasserkraftwerke mit einer installierten Leistung von über 20 Megawatt, die die WCD-Empfehlungen beachten, werden als CDM- oder JI-Projekte anerkannt. Diese so genannten sieben strategischen Prioritäten umfassen: Gewinnung öffentlicher Akzeptanz, umfassende Prüfung aller Optionen, Berücksichtigung bestehender Staudämme, Erhalt von Flüssen und Existenzgrundlagen für Menschen, Anerkennung von Ansprüchen und gerechte Teilung des Nutzens, Einhaltung der Verpflichtungen und Vereinbarungen sowie gemeinsame Nutzung der Flüsse für Frieden, Entwicklung und Sicherheit.

Weitere Informationen:

Umweltbundesamt
Leitfaden in Deutsch und Englisch

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