Grundwasser von Spergau (Ortsteil von Leuna) mit krebserregenden Substanzen belastet

Warum das Grundwasser von einem Leunaer Ortsteil mit gefährlichen Stoffen belastet ist, konnte bis heute nicht geklärt werden. Über Auswirkungen auf das Trinkwasser wurde nicht berichtet.

Die „Mitteldeutsche Zeitung“ berichtete von erhöhten Konzentrationen von Perfluorierter Tenside (PFT) im Grundwasser. Das zuständige Landratsamt Merseburg bestätigte diese Feststellungen. Wikipedia beschreibt die komplexen chemischen Verbindungen wie folgt:

„Perfluorierte Tenside (PFT) sind organische oberflächenaktive Verbindungen, bei denen die Wasserstoffatome am Kohlenstoffgerüst vollständig durch Fluoratome ersetzt worden sind. Perfluorierte Tenside haben keine natürliche Quelle. Wegen ihrer besonderen physikalisch-chemischen Eigenschaften werden sie industriell hergestellt und in einer Vielzahl von Produkten verwendet. Sie reichern sich in der Umwelt sowie im menschlichen und tierischen Gewebe an. PFT stehen im Verdacht krebserregend zu sein.“

Sie werden laut den Behörden als nicht direkt gefährlich betrachtet, jedoch sind sie wegen der erhöhten Gefahr von gesundheitlichen Schäden seit einigen Jahren europaweit verboten.
Spergau ist ein Ortsteil von Leuna. Leuna ist deutschlandweit bekannt durch die Total-Raffinerie. Ein direkter Zusammenhang besteht offensichtlich nicht, da der Ursprung der Verseuchung nur grob eingegrenzt werden konnte. Die rein chemischen PFT-Verbindungen viele Jahre in der Papier-und Textilindustrie verwendet. Ob Sie auch in Leuna eingesetzt wurden und auch Altlasten bestehen ist nicht bekannt. Die Einwohner von Spergau wurden über diese Verunreinigungen schon im Februar hingewiesen. Warum bis heute wenig getan wurde, konnte dem Zeitungsbericht nicht entnommen werden. Möglicherweise ist eine Straße in Spergau dafür verantwortlich. Weitere Wasseranalysen des Grundwassers wurden beauftragt, um nun möglichst zeitnah die Ursachenquelle festzustellen. In Spergau gibt es etliche Brunnen aus den das Wasser für den Garten und die Swimmingpoolbefüllung verwendet wird. Diese werden von den Gesundheitsbehörden überwacht.

Folgende Kommentare konnten wir auf der Internetseite des Mitteldeutschen Rundfunk (mdr.de/sachsen-anhalt) zu dieser Berichterstattung lesen:

  • „Hallo, meine Schwester wohnt in Spergau. Auch ich badete dort in einem Pool, der mit diesem Brunnenwasser befüllt wurde. Ich bin entsetzt über die Zurückhaltung solcher wichtigen Informationen.“
  • „ Guten Tag, ich selbst wohne in Spergau und habe nur durch einen dummen Zufall davon erfahren, also weder meine Eltern noch unsere Bekannten wurden in einer schriftlichen Form darüber informiert. Jedenfalls würde uns interessieren, wie wir davon in Kenntniss gebracht wurden seien. Da wir auch einen Brunnen haben und wir mit diesem Wasser gießen und auch in den Pool füllen. Ich finde es schokierend dass ein hohes Gesundheitsrisiko auf meinem Grundstück ist. Ich möchte gerne wissen wie wir als Anwohner informiert wurden sollten……“

Gibt es eine Möglichkeit der Vorsorge gegen Verunreinigungen im Wasser? Gerne können  Sie mich  unter 089-53 88 65 991 anrufen  oder Sie schreiben mir eine E-Mail (bitte hier klicken).  Ich beantworte Ihre Fragen gerne.

 

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