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Fremdes Wasser

“Fremde Wasser” heißt der neue Kriminalroman des Stuttgarter Schriftstellers Wolfgang Schorlau. Es ist sein dritter Krimi, in dem der Privatdetektiv Georg Dengler einen Fall zu lösen hat. Dieses Mal geht es um die Methoden, mit denen sich deutsche und internationale Versorgungsunternehmen den Zugriff auf die Wasserrechte sichern. Wolfgang Schorlau hat sich deshalb intensiv damit auseinander gesetzt, wie die Wasserversorgung im wirklichen Leben organisiert und zunehmend umorganisiert wird. Seine Recherchen über die Privatisierung und ihre Folgen hat er in einem Kriminalroman  zusammengefasst.

“Ist das jetzt ein fiktiver Krimi, oder hat man etwa eine Dokumentation über die Machenschaften der Großkonzerne, der sogenannten “global player” in den Händen”, schreibt ein Leser.” Was die Bücher Schorlaus wirklich interessant macht ist das gut recherchierte Hintergrundwissen und die Tatsache, dass die üblichen Happy Ends bei ihm ausbleiben. Lediglich Teilerfolge werden erreicht, die einen schlechten Geschmack über die beschriebenen Aktivitäten der Reichen und Mächtigen hinterlassen.  Insgesamt betrachtet ereignen sich die Geschichten von Schorlau verdammt nah an der Wahrheit und man sollte sich vor Augen halten, dass diese Nähe zur Realität vom Autor durchaus gewollt ist.”

Gewiss, “mit dem wichtigsten Lebensmittel lassen sich gute Geschäfte machen - In vielen Ländern schreitet die Privatisierung der Wasserversorgung voran” so  Wolfgang Schorlau.

Die Vorreiterrolle in Europa bei der Privatisierung von Wasser spielte Großbritannien. Margret Thatcher fasste die bis dahin kommunale Wasserwirtschaft in zehn große Aktiengesellschaften zusammen, die 1989 komplett privatisiert wurden. Thames Water, das Unternehmen, das London versorgt, wurde von dem deutschen Energieriesen RWE gekauft. Die Bilanz der britischen Wasserprivatisierung ist verheerend, zumindest aus der Sicht der Verbraucher: Die Wasserpreise stiegen von 1989 bis 2000 real um 41 Prozent. Notwendige Investitionen wurden ausgesetzt, sodass sich die Anlage- und Wasserqualität verschlechterte. In London versickern heute zwischen vierzig und sechzig Prozent des Wassers wegen defekter Leitungen. Für Thames Water ist die Zuleitung von neuem Wasser immer noch billiger, als es Leitungsreparaturen wären.
Insgesamt hat die Thames Water ein Riesengeschäft gemacht: 17 Milliarden Euro konnten allein in dem Zeitraum von 1990 bis 1995 als Dividende an die Aktionäre ausgezahlt werden. Dass viele Menschen in den Außenbezirken von London kaum Wasser aus Leitungen bekommen, in denen der Druck nicht mehr stimmt, und dass die Verschmutzung des Leitungswassers zugenommen hat, spielt vor diesem Hintergrund eine untergeordnete Rolle. Eine bittere Pointe ist auch, dass das “frische” Leitungswasser der Themse nur wenige Meter unterhalb jener Stelle entnommen wird, an der das verschmutzte Wasser in den Fluss geleitet wird. Was Großbritannien in diesem Stil vormachte, haben andere Städte nachgemacht - auch in Deutschland.

Für Berlin war die Privatisierung der Wasserwerke fatal. Die Bürger haben dafür mit zwanzig Prozent Preissteigerung gezahlt, die Beschäftigten mit Entlassungen und die Klein- und Mittelstandsbetriebe der Stadt mit Umsatzeinbrüchen, weil Wartungsleistungen des Leitungsnetzes gestrichen wurden.
So erging es auch Kiel Stuttgart und weltweit sehr vielen Städten und Gemeinden.. Das Geschäft ums Wasser blüht. Dafür bezahlt am Ende wohl jeder von uns. Viele Bürger sind wie abgetaucht: Von den Entwicklungen in der Wasserversorgung bekommen sie erstaunlich wenig mit, meint Schorlau und schrieb einen gut recherchierten Roman.

Fremde Wasser, 7,95 im guten Buchhandel  Viel Spaß beim Lesen.

Eva-Maria  und Thomas Ammon
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