Hohe Zustimmung zu Projekten der E-Wirtschaft

wasserkraftE-Wirtschaft fordert mehr Mut zum Infrastrukturausbau
Wien (OTS) – Mehr Mut zum Ausbau der Infrastruktur forderte der Präsident des Verbands der Elektrizitätsunternehmen Österreichs, (VEÖ), Wolfgang Anzengruber. Diesen Mut brauche Österreich, wenn man die Ziele für den Klimaschutz und den Ausbau der erneuerbaren Energien erreichen wolle. Anzengruber: „Die Zeit ist knapp und die Österreicher sind dafür. Es ist daher höchste Zeit, die Grundlagen für die Infrastruktur der Zukunft zu legen.“
Die ÖsterreicherInnen sehen den Infrastrukturausbau durchaus positiv. Das ergab eine aktuelle Erhebung der Einstellung der Bevölkerung zu den Infrastrukturprojekten der E-Wirtschaft durch das österreichische Gallup-Institut, erklärte die Generalsekretärin des VEÖ, Barbara Schmidt. Höchste Priorität haben in den Augen der Bevölkerung bei zwei Themen: Intakte Umwelt und sichere Versorgung mit Energie. Beide werden von jeweils 97 Prozent als „sehr Wichtig“ bzw. „Wichtig“ eingestuft.

Als umweltfreundlichste Energieformen werden mit jeweils über 90 Prozent Zustimmung Sonnenenergie (96 Prozent), Windenenergie (96 Prozent) und Wasserkraft (93 Prozent) genannt. Schmidt: „95 Prozent halten Wasserkraft zudem als sehr wichtig, bzw. wichtig für die Versorgungssicherheit in Österreich.“

Kraftwerke werden positiv gesehen
Kraftwerke werden von den ÖsterreicherInnen als Bereicherung für ihre Lebensumwelt betrachtet. 39 Prozent der Befragten gaben an, dass es in der Nähe ihres Wohnortes ein Kraftwerk gibt. 42 Prozent empfinden das als positiv, 51 Prozent als neutral und 7 Prozent als negativ. 31 Prozent nutzen Kraftwerke in ihrer Wohnumgebung übrigens zur Freizeitgestaltung. Schmidt: „Man kann also sagen, dass ein Drittel der ÖsterreicherInnen sich in der Umgebung der Kraftwerke so wohl fühlt, dass man dort seine Freizeit verbringt und das ist für uns der Beweis, dass wir uns vor der öffentlichen Meinung nicht zu fürchten brauchen.“

Hohe Zustimmung zu Investitionen der E-Wirtschaft
Mehr als zwei Drittel der ÖsterreicherInnen sind überzeugt davon, dass neue Kraftwerke gebaut werden müssen, um die Versorgung zu sichern. Drei Viertel der Bevölkerung teilen die Ansicht der E-Wirtschaft, dass umweltschonende Stromproduktion vorrangig und eine wichtige Hilfe gegen die Klimaerwärmung ist. Schmidt. „Und das Einverständnis für Bauprojekte ist hoch – 94 Prozent bei Photovoltaikanlagen, 87 Prozent bei Windkraft und 84 Prozent bei Laufwasserkraftwerken – das sind vier Prozent mehr als bei Biomassekraftwerken. Für den Bau einer Autobahn gibt es dagegen nur 45 Prozent Zustimmung und für ölbefeuerte Kraftwerke 13 Prozent.“

Wesentliche Fortschritte beim Masterplan Wasserkraft
Die österreichische E-Wirtschaft arbeitet intensiv an der Verwirklichung des Masterplans Wasserkraft. Waren vor knapp einem Jahr noch 40 Wasserkraftwerksprojekte Vorbereitung, Genehmigungsverfahren oder in Bau, so liegt diese Zahl aktuell bereits bei 84 Projekten. Anzengruber: „Damit haben wir schon Projekte für rund die Hälfte des Masterplans Wasserkraft.“ Dieser sieht vor, dass bis 2020 Projekte mit einer Gesamterzeugung von 7 Milliarden Kilowattstunden (7 Terawattstunden) verwirklicht werden sollen. „Österreichs E-Wirtschaft löst ihre Versprechen für den Klimaschutz und den Ausbau der erneuerbaren Energien Schritt für Schritt ein“, erklärte Anzengruber. Wenn die Rahmenbedingungen auf Basis der Energiestrategie stimmen, werde die E-Wirtschaft die geplanten 7 Terawattstunden Wasserkraft bis 2020 bereitstellen und dazu noch einen kräftigen Zuwachs bei anderen erneuerbaren Energien beisteuern können.

Vorbereitung für Netze der Zukunft
Für den Ausbau der österreichischen Stromnetze plant die E-Wirtschaft in den kommenden Jahren bis zu 10 „Leuchtturmprojekte“, die als Vorbereitung für den Aufbau intelligenter Verteilnetze – Smart Grids dienen. Anzengruber: „Erst Smart Grids werden die umfassende Einbindung unterschiedlichster Erzeugungssysteme in ein dezentrales Stromnetz der Zukunft und jene flächendeckenden Systeme zur E-Mobilität möglich machen, von denen heute gesprochen wird. Die Leuchtturmprojekte sollen bis 2015 abgeschlossen sein und werden 50 bis 100 Mio. Euro an Investitionen erfordern, die über ein Innovationsanreizsystem von der Regulierungsbehörde anerkannt werden müssen. Anzengruber: „Mit diesen Projekten wollen wir die notwendigen Tests für den flächendeckenden Ausbau der Smart Grids durchführen, der von 2015 bis 2020 folgen soll.“ In die Netze sollen bis 2020 insgesamt sechs Mrd. Euro investiert werden. Zur Umsetzung der Vorhaben benötige die E-Wirtschaft aber faire, stabile wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen für die sehr kapitalintensiven Investitionen.

Rückfragehinweis:
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Ernst Brandstetter
Pressesprecher des Verbands der
Elektrizitätsunternehmen Österreich (VEÖ)
Tel.: +43 1 50198 260
Mobil: +43 (0) 676 845 019 260
E-Mail: presse@veoe.at
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