Archiv für die Kategorie „Meere – Ozeane“

Neues Fischereirecht für Europa – WWF hofft darauf

Viele Tiefseefische sind besonders anfällig für Überfischung, da sie langsam wachsen und sich erst im hohen Alter fortpflanzen. Die Ozeane werden täglich leerer, denn Europa fischt mehr aus den Meeren, als nachwächst! Fast jeder zweite Fischbestand in Europa ist überfischt, im Mittelmeer sind es über 80 Prozent! Dafür verantwortlich ist die EU-Politik, die die Regeln für europäische Fischerei festlegen. Sie hat bisher versagt. Doch nach 10 Jahren verhandeln die Politiker jetzt über neue Regeln für die Fischerei. Der WWF will die Verhandlungen für eine nachhaltige Fischerei unterstützen und fordert auf, eine europaweite Petition des WWF zu unterstützen und von der EU eine neue Fischereipolitik zu fordern, die unsere Meere  schützt und nur eine nachhaltige Fischerei erlaubt.

Die gültigen Fischerei-Regeln haben katastrophale Auswirkungen: Etwa 60% des Fangs werden von den Fischern tot oder sterbend wieder über Bord geworfen – ohne genutzt zu werden. Jungtiere werden gefischt, bevor sie Nachwuchs bekommen konnten und die EU exportiert das Überfischungsproblem in die Dritte Welt!

Mit jeder Tonne, die dem Meer zu viel entnommen wird, kommen wir dem Zustand „Leere Meere“ ein Schritt näher. Nicht nur in Europa. Die Erträge der Fischerei in der EU sanken im letzten Jahrzehnt bereits um rund ein Drittel. Gleichzeitig fischen die Fangflotten aus Europa vor den Küsten Afrikas, Asiens und Südamerika – in Gebieten, in denen unsere Nachhaltigkeits-Standards nicht gelten.

Bitte unterstützen Sie jetzt die Petition für eine neue Fischereipolitik, die die Fischerei endlich nachhaltig und fair macht. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

 

Pressemitteilung des WWF vom 20.07.2012:

WWF begrüßt neuen Vorschlag der EU-Kommission zur Regelung der Tiefseefischerei

Hamburg – Jahrhundertealte Korallenriffe werden in wenigen Minuten zerschlagen und abrasiert, wenn auf der Jagd nach Rot- und Granatbarsch riesige Grundschleppnetze über einen Seeberg der Tiefsee gezogen werden. Damit wird auch der Lebensraum für bedrohte Tiefseehaie und hunderte wirbelloser Tierarten regelrecht planiert. Die Zerstörung der Meeresumwelt durch umweltschädliche Fischereimethoden wie Grundschleppnetze und Stellnetze könnte im Nordostatlantik bald per Gesetz beendet werden. Die EU Kommission hat gestern einen Vorschlag zur Neuregelung der Tiefseefischerei vorgelegt. Danach soll der Einsatz von Grundschleppnetzen und Stellnetzen ab 1000 Meter Wassertiefe in sämtlichen EU-Gewässern und der Hohen See des Nordost-Atlantik untersagt werden. Für bestimmte Fischereien soll das Verbot bereits ab 500 Meter Tiefe gelten. Der Kommissionsvorschlag bezieht sich auf 50 kommerziell genutzte Fischarten und sieht eine Übergangsfrist von zwei Jahren vor.

„Der Kommissionsvorschlag kann die Fischerei revolutionieren, indem er die destruktivste aller Fischereimethoden in der sensiblen Tiefsee abschafft. Das wäre ein echter Durchbruch für den Schutz der Meeresumwelt und ein Vorbild für die weltweite Fischerei“, freut sich Stephan Lutter Meeresschutzexperte des WWF. Die Umweltschützer fordern von EU Parlament und Ministerrat den mutigen Vorstoß voll zu unterstützen und damit endlich entsprechende Resolutionen der Vollversammlung der Vereinten Nationen umzusetzen.

Viele Tiefseefische sind besonders anfällig für Überfischung, da sie langsam wachsen und sich erst im hohen Alter fortpflanzen. Unter den bisherigen EU- Regeln für Tiefseefischerei konnten sich die Bestände nicht vom stetigen Fischereidruck erholen. Nur in mühsamer Kleinarbeit wurden bestimmte Flächen per Verordnung für die Flotten der großen Bodentrawler gesperrt. Ein Großteil der umweltschädigenden Fischereien wird auf den Kontinentalsockeln der EU-Mitgliedsländer in Tiefen zwischen 200 und 1000 Metern betrieben. Gerade hier finden sich ökologisch wertvolle Kaltwasserkorallenriffe und -gärten und andere empfindliche Lebensräume wie Formationen von Tiefseeschwämmen. „Diese Zone muss ebenfalls vor Grundschleppnetzen geschützt und der Entwurf entsprechend nachgebessert werden“, fordert Meeresschutzexperte Lutter.

Weitere Informationen beim WWF.

 

Fukushima: Welche Auswirkungen hat das radioaktiv verseuchte Wasser auf das Ökosystem des Meeres?

Das IRSN prüft die Auswirkungen der Strahlenemissionen von Fukushima auf das Ökosystem des Meeres

Marie de Chalup Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland
Das IRSN (Institut für Strahlenschutz und nukleare Sicherheit – eine öffentliche Einrichtung unter der Aufsicht der französischen Ministerien für Verteidigung, Umwelt, Gesundheit, Industrie und Forschung) ist ein Forschungsinstitut, dass Gutachten zu Fragen der Kernenergie- und Strahlenrisiken erstellt. Diesen Beitrag weiterlesen »

Wasser unterm Hammer – Unsere Wasserqulität in privaten Händen. Gut?

Großbritanniens Wasserversorgung in ist seit 1989 privatisiert. Doch marode, druckanfällige Rohre zu reparieren ist extrem teuer. Ständig werden Londons Straßen gesperrt, weil Rohre geplatzt sind.Schon jetzt versickern bis zu sechzig Prozent des Trinkwassers.
Kostengünstiger Lösungsansatz deshalb:
Das Versorgungsunternehmen „Thames Water“ senkte den Druck einfach ab. Mit der Folge, dass das kostbare Nass schon seit Jahren nicht immer und überall in die oberen Stockwerke steigt. Diesen Beitrag weiterlesen »

Plastic Planet. Sind wir nicht alle ein bischen Plastik?

Werner Bootes Reise auf den Spuren des Plastik beginnt zunächst mit den schönen Erinnerungen an seine Kindheit in seiner österreichischen Heimat. Es waren idyllische Jahre, in denen Fortschritt noch wie einer Gottheit gehuldigt wurde und in denen es bei ihm vor Plastiktierchen, Modellschiffen und buntem Kunststoffallerlei nur so wimmelte. Diesen Beitrag weiterlesen »

Trinkwasser wird Menschenrecht

WWF begrüßt UN-Resolution als „Schritt in die richtige Richtung“

© Simon de Trey White / WWF-UK

Über 1 Milliarde Menschen haben bereits heute keinen oder keinen ausreichenden Zugang zu sauberem Trinkwasser. Wachsende Bevölkerungszahlen und schlechtes Management der Wasserressourcen verschärfen die Situation kontinuierlich. „Wir befinden uns zunehmend in einer weltweiten Wasserkrise. Diesen Beitrag weiterlesen »

Wir brauchen Ihre Unterstützung in Sachen “ Wasser macht Freude“ !

Wir von www.urquellwasser.eu suchen noch interessante Artikel im Bereich Wasser. Seit 2007 bemühen wir uns unsere Leser über das wichtige Thema Wasser aufzuklären. Sollten Sie ein Thema interessant finden, welches wir noch nicht besprochen haben, so können Sie uns dieses gerne zusenden.

Wir werden uns dann darüber Gedanken machen, ob dies für uqw und unsere Leserschaft interessant ist. Die Artikel sollten sinnvoll, interessant und nachhaltig sein. So können Sie uns z.B. etwas über Wasserfilter, Trinkwasserfilter, Wassertest, Wasseranalyse und Leitungswasser trinken Themen schicken. Auch im Bereich Wasserforschung sind wir wissbegierig. Also nicht zögern, unterstützen Sie uns bei diesem so wichtigen Thema, damit wir noch lange viel Freude am Wasser haben.

Selbsverstädlich werden Sie als Autor des Artikels erwähnt. Also bitte zögern Sie nicht und nutzen die Chance andere Menschen über die wichtige Ressource Wasser aufzuklären.

Bitte kontaktieren Sie uns unter michael.spitzenberger@urquellwasser.eu

Wir wünschen Ihnen noch einen wunderschönen Tag und trinken nicht vergessen!

Neue Entsalzungsanlage eingeweiht – Meerwasserentsalzung

oceanIsraels Staatspräsident Schimon Peres hat am Sonntag eine neue Entsalzungsanlage ( Meerwasserentsalzung )in der nordisraelischen Mittelmeerstadt Hadera offiziell eingeweiht. Die Anlage ist die dritte in Israel und zählt zu den größten der Welt. Sie soll dabei helfen, den Wassermangel in der Region zu beheben und ist bereits seit Januar in Betrieb.

Wie das Nachrichtenportal „Arutz Scheva“ berichtet, liefert die Anlage jährlich rund 127 Millionen Kubikmeter Wasser Diesen Beitrag weiterlesen »

Kampf dem Meer-Müll

müllAbertausende Meeresbewohner verenden durch unsere Abfälle
Wie viel Millionen Tonnen Plastikmüll in den Weltmeeren treibt, lässt sich nur schätzen. Seevögel, Fische oder Schildkröten sterben an den Überresten von Plastikteilen – auch im Mittelmeer.  Ozeanograph Robert Groitl tut was dagegen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Damit Ostsee nicht „kippt“, sichern Muscheln und Algen Gleichgewicht

BraunalgenDen Teufel mit dem Beelzebub austreiben? Das scheint die Coastal Research & Management (CRM) aus Kiel in der Ostsee vorzuhaben, wenn sie übermäßiges Pflanzenwachstum mit dem Ansiedeln von Algen bekämpfen will. „Die erhöhte Konzentration an Nährstoffen im Wasser lässt die Vegetation übermäßig gedeihen“, erläutert CRM-Mitarbeiter Dr. Peter Krost. „Wir wollen die Nährstoffe dem Meer wieder entnehmen und zwar durch Lebewesen, die sich von ihnen ernähren.“ Diesen Beitrag weiterlesen »

Deutschland muss seiner Führungsrolle im Meeresschutz gerecht werden

sturmtaucherAnlässlich der heute beginnenden Tagung der Fischereiminister in Brüssel hat der NABU die Bundesregierung aufgefordert, Seevögel effektiver zu schützen. Lediglich Großbritannien habe sich bislang aktiv für den Vorschlag der Europäischen Kommission eingesetzt, einen gemeinsamen Aktionsplan und koordinierte Schutzmaßnahmen für Seevögel zu entwickeln. Diesen Beitrag weiterlesen »