Was passiert mit dem Wasser in Bayern? Statistik zur Wasserversorgung 2010

Das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung analysierte die Wasserversorgung in Bayern. Dabei war nicht die Trinkwasserqualität des Leitungswassers im öffentlichen Bereich im Fokus, sondern das Wasser der bayerischen Betriebe. Diese gewinnen ihr Brauchwasser überwiegend selbst aus Oberflächenwasser.

Pressemitteilung 250/2011/36/Q- München, den 12. September 2011:

Nichtöffentliche Wasserversorgung in Bayern 2010

Rund 83 Prozent des in bayerischen Betrieben eingesetzten Frischwassers entfielen auf den Bereich der Elektrizitäts- und Wärmeversorgung

Nach vorläufigen Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung lag das Wasseraufkommen im Rahmen der nichtöffentlichen Wasserversorgung in Bayern im Jahr 2010 bei rund 3 562 Millionen Kubikmetern (m³); ein Großteil davon wurde im Bereich der Elektrizitäts- und Wärmeversorgung eingesetzt. – Die von den befragten Betrieben im Jahr 2010 ein- und weitergeleitete Abwassermenge lag bei insgesamt 3 320 Millionen m³. Von dieser Menge wurden knapp 3 087 Millionen m³ – darunter 2 971 Millionen m³ Kühlwasser – direkt, und zwar ohne vorherige Behandlung in betriebseigenen Abwasserbehandlungsanlagen, in ein Oberflächengewässer oder den Untergrund eingeleitet.

Im Jahr 2010 lag das Wasseraufkommen in der nichtöffentlichen Wasserversorgung in Bayern nach vorläufigen Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung bei insgesamt rund 3 562 Millionen Kubikmetern (m³). Der überwiegende Teil davon, nämlich 3 418 Millionen m³, wurde von den befragten Betrieben selbst gewonnen, darunter 3 149 Millionen m³ aus Oberflächengewässern. Den Rest bezogen sie aus dem öffentlichen Netz bzw. von anderen Betrieben.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, wurden 2010 insgesamt 3 451 Millionen m³ Frischwasser – das sind rund 97 Prozent des Gesamtwasseraufkommens im nichtöffentlichen Bereich – in den befragten Betrieben selbst eingesetzt, und zwar überwiegend zu Kühlzwecken. Die übrigen 3 Prozent wurden ungenutzt abgeleitet oder gingen ungenutzt an Dritte.

83 Prozent und damit der größte Anteil des in den befragten Betrieben eingesetzten Frischwassers entfielen auf den Bereich der Elektrizitäts- und Wärmeversorgung (2 869 Millionen m³), rund 539 Millionen m³ auf die verschiedenen Wirtschaftszweige des Verarbeitenden Gewerbes, darunter 154 Millionen m³ auf die chemische Industrie und weitere 124 Millionen m³ auf die Papierindustrie.

Die von den befragten Betrieben ein- und weitergeleitete Abwassermenge lag im Jahr 2010 bei insgesamt 3 320 Millionen m³. Von dieser Menge wurden knapp 3 087 Millionen m³ (96 Prozent davon waren Kühlwasser) direkt und ohne vorherige Behandlung in betriebseigenen Abwasserbehandlungsanlagen in ein Oberflächengewässer oder den Untergrund eingeleitet, 108 Millionen m³ wurden in betriebseigenen Abwasserbehandlungsanlagen behandelt, 89 Millionen m³ wurden zunächst an andere Betriebe weitergeleitet und knapp 36 Millionen m³ flossen ohne Vorbehandlung in betriebseigenen Abwasserbehandlungsanlagen in die öffentliche Kanalisation bzw. in öffentliche Abwasserbehandlungsanlagen.

Die Erhebung der nichtöffentlichen Wasserversorgung wird seit 2007 alle drei Jahre bei denjenigen Betrieben des nichtöffentlichen Bereichs durchgeführt, die entweder in Eigengewinnung jährlich mindestens 2 000 m³ Wasser gewinnen (Landwirtschaft mindestens 10 000 m³), Wasser bzw. Abwasser in ein Oberflächengewässer oder in den Untergrund direkt einleiten oder mehr als 10 000 m³ Wasser jährlich aus dem öffentlichen Netz oder von anderen Betrieben beziehen.

– Ende der Pressemitteilung, Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung

Zu Wasserqualität, Leitungswasser, Trinkwasser und Wasser trinken lesen Sie mehr im Archiv bei urquellwasser.eu in der Kategorie „Trinkwasser“

Kommentieren ist momentan nicht möglich.