Wasser mit Medikamentenrückstände belastet?

Wasser, Trinkwasser und Abwasser sind Forschungsgebiete des Instituts für Abwasserwirtschaft und Gewässerschutz der Technischen Universität Hamburg-Harburg. Das Institut für Abwasserwirtschaft und Gewässerschutz organisiert Veranstaltungen in der Reihe „Technik und Umwelt“ . Dabei geht es auch um die Frage, ob und in welchem Umfang Trinkwasser mit Medikamentenrückständen belastet ist. Was wird dagegen getan? Wie kann man selbst mit einem Wasserfilter das Leitungswasser von Medikamentenrückständen säubern? Ein qualitaiv hochwertiger gesinterter Filterblock aus Aktivkohle entnimmt dem Leitungswasser Medikamentenrückstände und Pestizide.

Hormonell wirksame Mikroverunreinigungen im Wasser, hervorgerufen durch Arzneimittelrückstände und Industriechemikalien, führen unter anderem zu einer Verweiblichung männlicher Fische. Dies weist offensichtlich auf ein Umweltproblem hin. Jedoch sind dessen Bewertung sowie ein möglicherweise daraus resultierender Handlungsbedarf noch sehr umstritten. Die TU Hamburg-Harburg macht diese umweltpolitische Problematik über Mikroverunreinigungen zum Thema einer siebenteiligen Veranstaltungsreihe.

Unter dem Titel „Mikroverunreinigungen in der aquatischen Umwelt“ widmet sich die Veranstaltung im November und Dezember 2011 konkreten Fragen, beispielsweise wie Mikroverunreinigungen in der bisher messbaren Konzentration toxikologisch zu bewerten, inwieweit diese Stoffe auch für die Trinkwasserversorgung ein Problem sind, und wenn ja, wo dieses Problem gelöst werden kann: an der Quelle, auf der Kläranlage oder im Trinkwasserwerk.

Am 2. Dezember spricht der Diplomingenieur Franz-Peter Heidenreich von der Deutschen Bundestiftung Umwelt, Osnabrück über „Spurenstoffe in der Wasserforschung“.

Am 9. Dezember geht es im Vortrag von Dr. Claudia Cramer vom Institut für umweltmedizinische Forschung an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf um „Biologische Testverfahren zur Beurteilung der Wirkung von Mikroverunreinigungen.“ Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe.

Am 16. Dezember spricht der Berliner Wissenschaftsjournalist Dr. Florian Keil über „Mikroschadstoffe: Bewertungsunsicherheiten in Wissenschaft, Gesellschaft und Politik“.

Mikroverunreinigungen, Mikroschadstoffe oder Spurenstoffe sind Begriffe für die Gesamtheit an Arzneimittelrückständen und Industriechemikalien im natürlichen oder urbanen Wasserkreislauf. Mikroverunreinigungen sind anthropogenen Ursprungs und maßgeblicher Eintragspfad in natürliche Gewässer sind Kläranlagen. Bis heute sind Kläranlagen weder gesetzlich verpflichtet, derartige Stoffe aus dem Abwasser herauszuholen, noch wären sie in den meisten Fällen hierzu technisch in der Lage. So finden wir Mikroverunreinigungen – in aller Regel in sehr geringen Konzentrationen – im natürlichen Wasserkreislauf. Nachteilig ist, dass bereits konkrete negative Wirkungen dieser Stoffe auf im Gewässer lebende Organismen nachgewiesen werden konnten. Beispielsweise führen hormonell wirksame Mikroverunreinigungen im Wasser zu einer Verweiblichung männlicher Fische. Damit existiert ganz offensichtlich ein Umweltproblem. Jedoch sind die Bewertung dieses Problems sowie der Handlungsbedarf nach wie vor sehr umstritten.

Diese Vortragsreihe findet jeweils freitags November und Dezember 2011 von 15.15 bis 16.45 Uhr im Raum 0526 in der Eißendorfer Straße 42 (Gebäude M) statt und wendet sich explizit auch an Interessierte, die nicht der TUHH angehören. Im Anschluss an jeden Vortrag besteht Gelegenheit zur Diskussion.

Kontakt: Institut für Abwasserwirtschaft und Gewässerschutz, Prof. Dr.-Ing. Stephan Köster, skoester@tuhh.de

Medikamentenrückstände können mit hochwertigen Aktivkohlefilter dem Trinkwasser entnommen werden. Fragen hierzu beantwortet Ihnen Herr Spitzenberger unter Tel: 089/538865991 oder Michael.Spitzenberger@urquellwasser.eu.

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