Weltwassertag 2008: Ressource Wasser – Umsichtig nutzen und komfortabel sparen

Am 22. März 2008 findet auf Initiative der Vereinten Nationen der Weltwassertag statt

Ziel ist es weltweit auf den Wassermangel und damit auf ein zentrales Umwelt- und Entwicklungsproblem aufmerksam zu machen. Immer noch haben 1,2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser. Auch in den Industrieländern Europas kommt es immer häufiger zu Wasserknappheit und ausgetrockneten Flüssen. Ein rücksichtsvoller Umgang mit der Ressource Wasser ist auch bei uns nötig.

Handwerk mit Umweltverantwortung
„Es ist daher wichtig, für einen schonenden Umgang mit Wasser zu motivieren. Die immer noch verbreitete Einstellung, Wasser komme aus dem Wasserhahn, sei billig und in unbegrenzter Menge vorhanden, entspricht nicht der Realität. Mit einfachen Tipps zum Wassersparen möchten wir als Verband der Sanitärinnungs-Fachbetriebe das Bewusstsein der Bürger für das kostbare Nass schärfen.”, so Hans-Peter Sproten, Hauptgeschäftsführer Fachverband Sanitär Heizung Klima NRW.

Ein schonender Umgang mit der Ressource Wasser führt auch dazu Geld zu sparen. Der Fachverband Sanitär Heizung Klima NRW gibt Tipps, wie man schon mit kleinem Einsatz viel für die Umwelt und das eigene Portemonnaie tun kann.

Duschen gegen den Klimawandel
Etwa 500 bis 1.000 Euro muss eine durchschnittliche Familie Jahr für Jahr für Wasser und Abwasser bezahlen. Hinter diesem Geldbetrag verbergen sich ca. 160.000 Liter verbrauchtes Trinkwasser. 2/3 des Trinkwassers wird für Körperpflege und Toilettenspülung verbraucht. Eine Preissenkung ist nicht in Sicht. So bleibt dem Verbraucher nur übrig, mit dem kostbaren Nass sparsamer umzugehen. Hier einige Tipps, die sich zum Teil sofort in die Tat umsetzen lassen.

Tipps ohne Zusatzkosten – Wassersparen im Handumdrehen

  • Duschen statt Baden. Ein Vollbad verbraucht ca. 160 l Wasser, beim Duschen werden nur 30 – 50 Liter benötigt. Da die Aufbereitung von Warmwasser rund 25 % des Energieverbrauchs eines Haushaltes ausmacht, für das in der Regel Gas oder Öl verbrannt wird, bedeutet weniger Warmwasser-Verbrauch auch weniger CO2-Belastung.
  • Beim Zähne putzen, Nassrasieren und Hände einseifen sollte man den Wasserhahn nicht laufen lassen.
  • Gegenüber dem Spülen des Geschirrs mit der Hand kommen energie- und wassersparende Geschirrspüler mit rund 15 Litern aus. Dabei sollten die Geschirrspüler voll beladen in Betrieb gehen. Dasselbe gilt für Waschmaschinen. Es empfiehlt sich, die Sparprogramme der Maschinen auszunutzen.
  • Viele Waschmaschinen bieten Intensiv-Spül-Programme für Personen mit empfindlicher Haut und Allergien. Diese Programme verbrauchen mehr Wasser als die Normal-Programme. Allergiker sollten besser umwelt- und hautfreundliche Waschmittel wählen und so Intensiv-Spülungen „überflüssig” machen
  • Wasserhähne und Toiletten-Spülungen sollten regelmäßig kontrolliert werden. Ein tropfender Wasserhahn mit 10 Tropfen pro Minute verbraucht 2.500 Liter Wasser im Jahr. Für die Einsparung dieser unnötigen Kosten lassen sich undichte Wasserinstallationen reparieren.

Tipps zum Wassersparen, die nur wenig kosten

  • Durch zugelassene Luftsprudler kann die Wassermenge begrenzt werden, die durch einen Wasserhahn fließt. Dem Wasser wird dabei Luft beigemischt. Der Wasserstrahl bleibt füllig, obwohl weniger Wasser fließt. Der Wasserverbrauch kann so bei gleichem Komfort von ca. 15 – 20 Liter pro Minute auf ca. 10 Liter pro Minute gesenkt werden.
  • Wassersparende Brauseköpfe werden von allen führenden Markenherstellern angeboten. Sie sind fast immer ohne großen Aufwand nachrüstbar und senken spürbar Wasser- und Energiekosten.
  • Bei Handwaschbecken mit Einhebel-Mischern wird bei der Benutzung oft der Hebel bis zum Anschlag nach oben gezogen. Dabei fließt mehr Wasser als eigentlich benötigt aus dem Hahn. Besser ist es, die Stellung des Hebels bewusst dem aktuellen Bedarf anzupassen. Oder man verwendet Einhebel-Mischer, bei denen ein leichter Widerstand eingebaut ist. Dies signalisiert vor allem Kindern, dass die benötigte Durchflussmenge schon erreicht ist.

Wasserspar-Tipps bei Neuanschaffungen

  • Moderne Spülkästen sind mit einer Stopptaste ausgerüstet oder verfügen über eine Zwei-Mengen-Spülung. Durch eine Umrüstung werden nur 3 bzw. 6 Liter, statt der vollen Menge von 6 Liter oder sogar mehr als 10 Liter pro Spülgang verbraucht. Bei gleicher Hygiene kann der Wasserverbrauch um 30 – 50 % gesenkt werden. Ein vier Personen-Haushalt kann so bis zu 40.000 Liter Wasser sparen. Umbaukosten haben sich dann innerhalb eines Jahres bereits amortisiert.
  • Der Austausch undichter WC-Druckspüler gegen eine neue Armatur hilft nicht nur erhebliche Wassermengen zu sparen, sondern führt zu deutlich leiseren Spülvorgängen.
  • Beim Kauf von Waschmaschinen und Geschirrspülern auf den Wasserverbrauch achten. Moderne Geräte kommen mit einem Bruchteil der bisher üblichen Wassermenge aus.
  • Werden in der Dusche und am Waschbecken kaltes und warmes Wasser selber zusammengemischt, läuft Wasser oft ungenutzt in den Abfluss bis die gewünschte Temperatur erreicht ist. Durch Einhebelmischbatterien und Thermostat-Armaturen wird das Nachregeln von kaltem und warmem Wasser reduziert. Und durch das einfache Einstellen steigt zusätzlich der Komfort.

Die Möglichkeiten Wasser zu sparen und damit die Umwelt zu schonen und auch noch Geld zu sparen sind vielfältig. Für konkrete Fragen zur Umrüstung oder Neuanschaffung stehen die Fachhandwerker der SHK-Betriebe zur Verfügung.

Über die Funktion Handwerkersuche auf der Internetseite des Fachverbands Sanitär-Heizung-Klima NRW finden Sie schnell einen Fachhandwerker in Ihrer Nähe.

(Quelle: Fachverband SHK NRW 2008)

Weitere Informationen:
Fachverband SHK NRW 2008

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