Monsun: seit Juni schwere Überschwemmungen in Indien, Bangladesh, Nepal, Pakistan und China

Monsun: seit Juni schwere Überschwemmungen in Indien, Bangladesh, Nepal, Pakistan und ChinaDringender Spendenaufruf für die Flutopfer – Caritas unterstützt die Nothilfe mit insgesamt 1,38 Millionen Euro

September 2007. Seit nunmehr drei Monaten sind extrem große Gebiete überschwemmt. Die Lage in den Überflutungsgebieten hat sich in den letzten Wochen nochmals dramatisch verschlimmert und es ist bislang kein Ende abzusehen. Bereits seit Ende Juni führt der schlimmste Monsunregen seit Jahrzehnten in Pakistan, Indien, Bangladesh und Nepal zur Überschwemmung weiter Gebiete und zu verheerenden Erdrutschen. Monsun: seit Juni schwere Überschwemmungen in Indien, Bangladesh, Nepal, Pakistan und ChinaCaritas international konzentriert die Nothilfe auf medizinische Versorgung, Lebensmittel und Trinkwasser für rund 200.000 Menschen.

Mehr als 25 Millionen Flutopfer leben seit zwei Monaten buchstäblich im Wasser. Laut UN Bericht sind seit Beginn des Monsuns mehr als 3.777 Todesopfer zu beklagen. Hunderttausende sind durch die Unwetter obdachlos geworden. Die Flüsse sind über die Ufer getreten, sie haben Häuser, Straßen und Brücken mit sich gerissen. Viele öffentliche Einrichtungen wie Schulen oder Krankenstationen sind von den Wassermassen überflutet worden und zum Teil eingestürzt. Die Hilfs- und Rettungsaktionen sind seit Wochen wegen der unterbrochenen Verkehrswege außerordentlich schwierig.

Schlammlawinen bedecken die Zerstörungen, die Wasserversorgung ist zusammengebrochen, die Ernte ist auf Tausenden von Hektar Land vernichtet. In den betroffenen Gebieten trinken die Menschen Wasser aus den verschmutzten Flüssen.

Die hygienischen Bedingungen sind äußerst kritisch und Magen-Darm-Erkrankungen nehmen zu. In Nepal müssen die Rettungskräfte die Bevölkerung mit Hubschraubern versorgen. Erdrutsche haben hier in Folge der Überschwemmungen zu massiven Zerstörungen geführt. Die Hälfte des gesamten Landes ist von der Katastrophe betroffen.

Caritas Pakistan unterstützt die Opfer des Zyklons und der Flut vor allem in Sindh und Belutschistan. Als lokale Organisation konnte Caritas Pakistan unmittelbar Hilfe leisten. Bislang hat die internationale Caritas in Pakistan 19.550 Familien mit Lebensmitteln und anderen Hilfsgütern versorgt. Caritas international beteiligt sich an der Hilfsaktion.

Caritas Indien hat bislang zehn Notcamps für die Betroffenen eingerichtet und versorgt die Bevölkerung mit Lebensmitteln und medizinischer Hilfe. Caritas Indien versorgt mit Unterstützung von Caritas international 26.000 Personen mit Lebensmitteln, Zeltplanen und Hausrat. Die weltweiten Caritasorganisationen leisten Hilfe für rund 60.000 Familien in Indien.

In Nepal hat Caritas 35 Notunterkünfte eingerichtet und leistet Überlebenshilfe und medizinische Versorgung für rund 15.000 Menschen.

In Bangladesh unterstützt Caritas rund 10.099 von den Fluten betroffene Familien mit Hausrat, Trinkwasser, medizinischer Hilfe und Kleidung. Die Hilfe von Caritas international in Bangladesh wird vom Auswärtigen Amt mit 100.000 Euro und von der Europäischen Kommission für Humanitäre Hilfe (ECHO) mit 300.000 Euro unterstützt.

Um die Nothilfe in Höhe von insgesamt 1,38 Millionen Euro finanzieren zu können, bittet Caritas international die deutsche Bevölkerung dringend um Spenden.

Weitere Informationen:
Caritas International
Flut Indien: Schleichender Tod der Kinder befürchtet

Gelesen: 5169 · heute: 7 · zuletzt: 16. March 2010

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