Minister besuchen Überschwemmungsgebiete in Afrika

Minister besuchen Überschwemmungsgebiete in AfrikaTrinkwasser für Flutopfer: Minister besuchen Katastrophenregion

Katakwi/Bolgatanga. Obwohl sich die Lage – vor allem in Uganda – durch weitere Regenfälle verschlechtert – melden die Teams der THW-Schnell-Einsatz-Einheit-Wasser-Ausland (SEEWA) erste Erfolge aus den Überschwemmungsgebieten in Afrika. So nahm das SEEWA-Team-Uganda heute Morgen in Katakwi die Trinkwasseraufbereitungsanlage in Betrieb und verteilte die ersten Wasserrationen an die Bewohner eines Flüchtlingscamps. Das SEEWA-Team-Ghana prüfte unterdessen in Bolgatanga die ersten Brunnen und setzte die Analyse der Wasserproben fort.

Minister besuchen Überschwemmungsgebiete in Afrika„Wir sind auf die internationale Hilfe angewiesen. Viele Ortschaften sind von der Außenwelt abgeschnitten, die Menschen werden von Seuchen und Durchfallerkrankungen bedroht. Es ist gut, dass Deutschland das THW geschickt hat, um uns zu helfen”, hatte der ugandische Präsident, Yoweri Museveni, bei seinem Besuch in Soroti bereits am Sonntag gesagt. Von dort aus hatte das THW-Team in den vergangenen Tagen eine Trinkwasseraufbereitungsanlage in ein Camp gebracht Dort leben etwa 3.500 Binnenflüchtlinge. Die Anlage, mit einer Leistungskapazität von 6.000 Litern pro Stunde, musste teilweise mit Fischerbooten transportiert werden, weil die Straßen in der Region zu großen Teilen unter Wasser stehen.

„Es ist bewundernswert, dass die Einsatzkräfte solche Strapazen auf sich nehmen, um zu helfen”, dankte der Präsident. Heute konnte die Trinkwasseraufbereitungsanlage endlich in Betrieb genommen und mit der Versorgung der Menschen begonnen werden.

Gleichzeitig begann etwa 4.000 Kilometer westlich das SEEWA-Team-Ghana mit der Rehabilitierung von Brunnen. In und um die Ortschaft Bolgatanga hatte das THW-Erkundungsteam 130 Brauch- und Trinkwasserbrunnen gezählt, die durch das Brackwasser kontaminiert sind. Aufgabe des SEEWA-Teams ist es, diese Brunnen zu reinigen und wieder für die Bevölkerung nutzbar zu machen. In dem mitgeführten Labor wird das Wasser in der Region auf seine Qualität hin überprüft – ein wichtiger Service auch für die UN und andere Hilfsorganisationen.

Gelesen: 1094 · heute: 9 · zuletzt: 14. March 2010

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