Chlor im Trinkwasser – in München wieder aufgehoben. Was sind die gesundheitlichen Auswirkungen von Chlor?

Die Stadtwerke München haben eine Präventiv-Chlorung bis Ende August 2011 an der Entnahmestelle des  Münchener Wassers aus der Mangfall vorgenommen. Die Chlorung des Trinkwassers in Rosenheim wurde zum 14. August 2011 wieder aufgehoben. Feine Nasen haben das Zusetzen von Chlor gespürt. In Wasser gelöstes gasförmiges Chlor ist ein Gefahrenstoff, der stark ätzend wirkt.

Warum wird dem Trinkwasser Chlor zu dosiert?


Wenn im Leitungswasser eine Keimbelastung vorliegt, wird oft mit Chlor oder Chlordioxid eine Desinfektion des Trinkwassers vorgenommen. Dadurch sollen die Krankheitserreger abgetötet oder inaktiv gemacht werden. In Wasser gelöstes Chlor wirkt durch die Bildung von unterchloriger Säure (Chlorung). Der Grenzwert für Chlor im Trinkwasser liegt gemäß Trinkwasserverordnung / Liste vom Umweltbundesamt Stand Juni 2011 bei 0,3 Milligramm Chlor pro Liter Wasser.

Gesundheitliche Auswirkungen von Chlor

Gesundheitlich kritisch sind die sogenannten Desinfektionsnebenprodukte (DNP; englisch: disinfection by-products), wie zum Beispiel Trichlormethan (Chloroform). Diese bilden sich bei dauerhaft hohen Chlorkonzentrationen und stehen im Verdacht, Krebs zu verursachen.

Aktivkohlefiltration entnimmt Chlor und Chlorverbindungen aus dem Wasser

Zur Entfernung der als Desinfektionsnebenprodukte aufgeführten Trihalogenmethane, wie Trichlormethan (Chloroform), Bromdichlormethan, Dibromchlormethan und Tribrommethan (Bromoform) ist die Filtration von Wasser über Aktivkohle ein gebräuchliches Aufbereitungsverfahren.

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