Archiv für die Kategorie „Meere - Ozeane“
Kampf dem Meer-Müll
Abertausende Meeresbewohner verenden durch unsere Abfälle
Wie viel Millionen Tonnen Plastikmüll in den Weltmeeren treibt, lässt sich nur schätzen. Seevögel, Fische oder Schildkröten sterben an den Überresten von Plastikteilen – auch im Mittelmeer. Ozeanograph Robert Groitl tut was dagegen.
Damit Ostsee nicht “kippt”, sichern Muscheln und Algen Gleichgewicht
Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben? Das scheint die Coastal Research & Management (CRM) aus Kiel in der Ostsee vorzuhaben, wenn sie übermäßiges Pflanzenwachstum mit dem Ansiedeln von Algen bekämpfen will. “Die erhöhte Konzentration an Nährstoffen im Wasser lässt die Vegetation übermäßig gedeihen”, erläutert CRM-Mitarbeiter Dr. Peter Krost. “Wir wollen die Nährstoffe dem Meer wieder entnehmen und zwar durch Lebewesen, die sich von ihnen ernähren.”
Deutschland muss seiner Führungsrolle im Meeresschutz gerecht werden
Anlässlich der heute beginnenden Tagung der Fischereiminister in Brüssel hat der NABU die Bundesregierung aufgefordert, Seevögel effektiver zu schützen. Lediglich Großbritannien habe sich bislang aktiv für den Vorschlag der Europäischen Kommission eingesetzt, einen gemeinsamen Aktionsplan und koordinierte Schutzmaßnahmen für Seevögel zu entwickeln.
Zehn Jahre deutsch-russisches Labor für Polar- und Meeresforschung
Hohe Auszeichnungen für deutsche Partner beim Jubiläum des Otto-Schmidt-Labors in St. Petersburg
Die Regionen der Arktis sind für das Weltklima und für die Ökologie der Ozeane von entscheidender Bedeutung. Ihre Erforschung ist wichtig, um vergangene Klimasysteme rekonstruieren und zukünftige Klimaentwicklungen vorhersagen zu können. Deutsche und russische Wissenschaftler arbeiten dabei eng zusammen. Seit genau zehn Jahren hat diese Kooperation einen festen institutionellen Rahmen: das Otto-Schmidt-Labor in St. Petersburg.
Unterwasser-Recycling
Altes Filtersystem tropischer Meeres-Schwämme ernährt Korallen
In tropischen Gewässern beheimatete Schwämme erneuern ihr komplettes Filtersystem innerhalb weniger Tage, damit es immer einwandfrei funktioniert. Das freut auch ihre Nachbarn, die Korallen, denn diese ernähren sich von den abgestoßenen Zellen, wie ein französisch-niederländisches Forscherteam jetzt herausgefunden hat. Den Anlass zu der Studie hatte eine ungewöhnliche Beobachtung gegeben:
BVL besiegelt Fischbestands-Datenbank
Der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVL) besiegelte zusammen mit dem Bundesverband der deutschen Fischindustrie und des Fischgroßhandels anlässlich der Anuga in Köln den Aufbau einer umfangreichen Online-Datenbank zur Darstellung der Bestandssituation kommerziell genutzter Seefischbestände. Vertragspartner ist das Johann Heinrich von Thünen-Institut (vTI-Bundesinstitut), das mit Unterstützung des Bundesernährungsministeriums (BMELV) die Datenbank für die etwa 130 Fischbestände, die in Deutschland Marktrelevanz haben, aufbauen wird.
Nachhaltige Aufzucht des Roten Thuns
Kroatische Thunfischfarm ist einen grossen Schritt in Richtung nachhaltiger Aufzucht des Roten Thuns weiter
In den adriatischen Fischfarmanlagen von Kali Tuna, einem kroatischen Thunfisch-Zuchtunternehmen, und den Labors der Universität Split wurde ein entscheidender Fortschritt in Richtung der in sich geschlossenen Aufzucht des wirtschaftlich wertvollen Roten Thuns über den gesamten Lebenszyklus hinweg erzielt.
Müllstrudel im Pazifik
Langlebige Plastikabfälle sammeln sich in den Ozeanen
Die Auswirkungen der Ozeanversauerung auf Schlüsselorganismen im Meer
Neben der globalen Erwärmung tragen die CO2-Emissionen zu einem zwar weniger bekannten, aber dennoch ernst zu nehmenden chemischen Phänomen bei: der sogenannten Ozeanversauerung. Im Rahmen einer europäischen Zusammenarbeit [1] mit Forschern des Royal Netherlands Institute for Sea Research haben nun Wissenschaftler des Instituts für Ozeanographie (LOV) in Villefranche-sur-Mer gezeigt, dass im Meer lebende Schlüsselorganismen, wie z. B. Tiefseekorallen und Pteropoden, in den kommenden Jahren stark von der Ozeanversauerung betroffen sein werden. WWF begrüßt historische Entscheidung für Meeresschutzgebiet im Atlantik
Brest/Hamburg: Entlang des mächtigen Mittelatlantische Rückens, der sich vom Nordpol bis fast an den Südpol erstreckt, soll nach Angaben des WWF eines der größten Meeresschutzgebiete der Welt entstehen.
Damit sollen menschliche Eingriffe wie die zerstörerische Schleppnetzfischerei unterbunden werden. Das haben die 15 Staaten des Oslo-Paris-Abkommens (OSPAR) zur Bewahrung des Nordost-Atlantik am Freitag zum Ende einer Konferenz in der französischen Stadt Brest bekannt gegeben. Die unterseeische Bergkette mit Gipfeln bis zu 3.500 Metern über dem Meeresboden und Schluchten von bis zu 4.500 Metern Tiefe gilt als artenreicher Lebensraum.

