Archiv für die Kategorie „Klimawandel & Klimaschutz“

Gipfel in der Klima-Krise

arktisKOPENHAGEN/BERLIN. Die Klimaforscher in Australien sind sprachlos. Vor ihren Augen findet dieser Tage ein Jahrhundertereignis statt: 1 700 Kilometer südlich der Küste treibt ein Eisberg von ungeheurer Größe auf den Kontinent zu. Er ist 19 Kilometer lang und acht Kilometer breit. Der B17B genannte Riese ist einer der größten Eisberge, der dort je gesichtet wurde.

Schutzgebiete: Natürliche Waffen gegen Klimawandel

deltaNaturschutzgebiete bieten kostengünstige Lösungen, um die Folgen des Klimawandels abzuwenden, so die Aussage einer neuen Studie von IUCN, The Nature Conservancy, dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP), der Wildlife Conservation Society, der Weltbank und der Umweltstiftung WWF.
“Die Publikation Natural Solutions: Protected areas helping people cope with climate change, legt erstmals dar, in welch entscheidendem Ausmaß Naturschutzgebiete die Folgen des Klimawandels abmildern und welche Maßnahmen notwendig sind,

Neues UNESCO-Wasserinstitut in Koblenz

oceanDas neue Internationale Institut für “Wasserressourcen und globalen Wandel” in Koblenz erhält die Schirmherrschaft der UNESCO. Das hat die 35. UNESCO-Generalkonferenz heute beschlossen. Das Institut ist das erste seiner Art in Deutschland und wird seinen Sitz an der Bundesanstalt für Gewässerkunde haben. Es kooperiert eng mit dem deutschen Nationalkomitee für die Wasserprogramme der UNESCO und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO). Der Vertrag zwischen der UNESCO und Deutschland wird demnächst unterzeichnet.

Gletscher des Berges Chacaltaya komplett abgeschmolzen

arktisChacaltaya, einst internationales Wettkampf ­ zentrum des Skisports in den 1970er Jahren, ist nur noch Erinnerung. Die ehemals am höchsten gelegene Skipiste der Welt existiert nicht mehr. Der Gletscher des 5.300 Meter hohen Chacaltaya, der etwa zwei Stunden von der Hauptstadt La Paz entfernt liegt, ist abgeschmolzen – sechs Jahre früher, als von den ExpertInnen vorausgesagt.

„Kalter Weg“ bedeutet der Name des Gipfels aus dem Aymara übersetzt. Das Eis des Chacaltaya begann während der 1980er Jahre zu verschwinden.

Grenzenlos am Toten Meer

totes-meerAuf dem Weg zum tiefsten Punkt der Erde, fährt man durch kahle Berglandschaften, gelb und weiß glühen deren Steine in der Sonne. Das Tote Meer sieht man erst, wenn sich die Straße immer näher ans Ufer schlängelt: Weißer Dunst liegt über dem Wasser. Vor ein paar Jahren noch führte die Schnellstraße von der Lido-Kreuzung nach En Gedi direkt an der Böschung des Salzmeeres entlang. Heute beträgt der Abstand rund 200 Meter. Überall hier gibt es verlassene Hotels und Restaurants – sie hatten irgendwann ihre einzige Attraktion eingebüßt, die Lage direkt am Strand.

Versorgungssicherheit

erneuerbare-energienDeutsche Stromlücke entpuppt sich als Stromlüge

Neue Studienergebnisse: Für sichere Stromversorgung braucht Deutschland weder längere Reaktorlaufzeiten noch zusätzliche Kohlemeiler – Unflexible Großkraftwerke auf Basis von Kohle und Uran bedrohen im Gegenteil den Ausbau der Erneuerbaren Energien
Deutschland braucht für eine jederzeit und an jedem Ort sichere Stromversorgung

Waldschutz ist Klimaschutz

regenwald-rodungWWF fordert die Entwaldung bis 2020 zu stoppen
Berlin, Buenos Aires – Vom 18.-23. Oktober treffen sich in Buenos Aires mehr als tausend Waldexperten aus Behörden, Unternehmen und Regierungen zum Weltforstkongress der Vereinten Nationen. Der WWF ruft die Delegationen auf, endlich ein internationales Abkommen auf den Weg zu bringen, das sich zum Ziel setzt, die Entwaldung bis 2020 zu stoppen. „Nach wie vor fallen 36 Fußballwälder Wald pro Minute den Kettensägen der Holzkonzerne und der Brandrodung zum Opfer. Jährlich verlieren wir so 13 Millionen Hektar Wald“,

„Es gibt kein Wasser, nirgends!“

duerreKlimawandel verschärft Afrikas Nahrungsmittelkrise
Während in Ostafrika die schlimmste Dürre seit langem herrscht, wird der Westen des Kontinents von Rekordüberschwemmungen heimgesucht. Das sind die beiden Seiten der Medaille. Und beide sind für die Nahrungsmittelkrise auf dem Kontinent verantwortlich, warnen Experten.

In den von Staub und Wind gezeichneten Ebenen im Nordosten Kenias hat Omar Hadschi seit ganzes Leben verbracht. Doch eine Dürre wie die derzeitige hat er noch nicht erlebt. „Es gibt kein Wasser, nirgends!“, keucht der Alte. „Unsere Kinder gehen nicht mehr zur Schule,

Die Eisschmelze in der Arktis geht schneller voran als angenommen

arktisVon Timm Christmann, WWF Schneller als bislang befürchtet schmilzt das Packeis – mit fatalen Folgen für uns alle. Der WWF war zusammen mit Jugendlichen in Spitzbergen.
Das Eis stöhnt unter dem Druck. Langsam schiebt sich das Schiff durch dünne, weiß schimmernde Schollen. Sie knirschen, werden unter den stählernen Bug geschoben und zerbrechen zu einem bizzaren Puzzle mit azurblauen Zickzacklinien. Die “Aleksey Maryshev”, ein für Passagiere umgebautes russisches Forschungsschiff, bahnt sich vorsichtig ihren Weg durch die stille Welt des arktischen Packeises.

Ausweg aus dem Treibhaus

climate-change© WWF Berlin – Die Klimawissenschaftler sind sich weitgehend einig: Die globale Temperatur darf nicht um mehr als zwei Grad gegenüber vorindustriellen Zeiten steigen. Nur so lassen sich die schlimmsten Folgen des Klimawandels abwenden. Dazu müssen die Industrieländer ihre Treibhausgase allerdings bis 2050 um 95 Prozent gegenüber 1990 reduzieren. Wie dieses Ziel erreicht werden kann, zeigt die heute in Berlin vorgestellte Studie des WWF: „Modell Deutschland – Klimaschutz bis 2050“. Die WWF-Studie liefert ein Navigationssystem zum Klimaschutzziel 2050 und zeigt, dass Emissionsminderungen von 95 Prozent möglich und bezahlbar sind.

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