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Dieses Bild zeigt ein Mikroskop und symbolisiert den Bereich Forschung

Welt im Tropfen
Das Leben kommt aus dem Wasser



Bericht aus der Hebammen Zeitschrift
Autorin: Regine C. Henschel

Welt im Tropfen

Aus der Hebammen Zeitschrift
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Das Leben kommt aus dem Wasser, die ersten Monate unseres Erdendaseins verbringen wir eingebettet im warmen Fruchtwasser des Mutterleibes. Der Körper eines Säuglings besteht aus bis zu 97 Prozent Wasser, der erwachsene Mensch aus bis zu 70 Prozent. Die Erde ist mit 1337 Millionen Kubikkilometern Wasser bedeckt, das sind etwa 70 Prozent Wasser in Meeren, Flüssen, Eis und Seen auf unserem Planeten. Mehr als eine Analogie?

Woran liegt es, dass Wasser uns so gut tut? Dass wir im Urlaub zum Meer fahren oder nach einem langen Arbeitstag Entspannung in einem warmen Bad oder beim Schwimmen suchen? Warum fasziniert uns die Weite des Meeres und beruhigt unsere angespannten Nerven?

Charakter des Wassers

Wir und unser Körper kommunizieren mit dem Wasser auf verschiedenen Ebenen. Auf der physikalischen Ebene, wenn wir einen Fluss, ein Meer oder einen Teich betrachten oder wenn wir trinken oder uns waschen. Und wir kommunizieren auf einer tieferen, unbewussten Ebene. Jeder Mensch fühlt sich zum Wasser hingezogen. Das Wasser spielt seit jeher in allen Kulturen in Mythologie und Astrophysik eine bedeutende Rolle. Auf den Spuren dieses Wissens erlebt das Wasser derzeit ein großes Interesse in Forschung und mit neuen Buchveröffentlichungen. Insbesondere der Frage nach dem Informationsgehalt von Wasser sind Forscher und Autoren auf der Spur. Sie suchen nach einem Gedächtnis des Wassers, das sich „merkt“, was mit ihm passiert ist oder woher es kommt. Frisches Quellwasser hat nicht nur eine andere Herkunft als Leitungswasser, es schmeckt auch anders. Und es sieht unter dem Mikroskop als Tropfen betrachtet auch anders aus. Lebendige, sprudelnde Wasser scheinen einen anderen Informationsgehalt zu haben als stehende, stille Seen.

Ein Tropfen Bodenseewasser unter dem Mikroskop betrachtet – die unterschiedlichen Lichtqualitäten der Tageszeiten spiegeln sich wieder in den Tropfen
© GutesBuch VerlagDieses Bild vergrössern
Seit über fünf Jahren suchen Prof. Dr. Ing. Bernd Kröplin und sein Team nach dem Charakter des Wassers. Eine Datenbank mit über 10.000 Tropfenbildern haben sie inzwischen zusammen getragen. Tropfen, die unter dem Dunkelfeldmikroskop in bis zu 400-facher Vergrößerung ein ganz bestimmtes Gesicht jedes Wassers zeigen. 14 Tropfen auf dem Glasobjektträger pro Wasserart beobachten die Forscher vom Auftragen auf den Objektträger, über den Trocknungsvorgang bis hin zum getrockneten Tropfenbild. Ein Tropfen gleicht nie dem anderen und doch sind sie innerhalb einer Serie phänomenologisch betrachtet gleich. „Interessant ist, dass Wasser hochsensibel auf elektromagnetische Strahlen reagiert und bereits nach einer zweiminütigen Bestrahlung durch ein Handy ein anderes Trocknungsbild im Tropfen zeigt als zuvor“, erklärt Prof. Kröplin vom Institut für Statik und Dynamik der Luft- und Raumfahrtkonstruktionen der Universität Stuttgart. Auf der Suche nach einem Nachweis für kaum messbare, schwache Feldwirkungen wie sie in der Raumfahrt auf die Astronauten einwirken, fand er das Wasser.

Der sicherlich populärste Versuch, der auch gedanklich einfach nachzuvollziehen ist, ist der mit dem fröhlichen Namen „Salat hört Handy“. Forschung kann also auch Spaß machen, auch wenn es Ernst wird. Ein Kopfsalat (der beinahe nur aus Wasser und ein bisschen Chlorophyll besteht) wird zwei Minuten lang einer Handystrahlung ausgesetzt und danach in Wasser gelegt. Von diesem Wasser nimmt man eine Probe und schaut sie unter dem Dunkelfeldmikroskop an. Es zeigt deutlich andere Strukturen im Tropfeninneren als ein Wasser, in dem zuvor der gleiche Salat vor seiner Handybestrahlung gelegen hat. Das heißt: Das Wasser erkennt, dass der Salat Handy „gehört“ hat und spiegelt diese gewonnene Information in einem veränderten Tropfenbild wider.

Hat Wasser also ein Gedächtnis? Merkt es sich, was mit ihm geschieht? „In gewisser Weise schon“, meint Kröplin. „Wenn ich Gedächtnis laut altem Brockhaus definiere als eine Fähigkeit Informationen aufzunehmen, über einen längeren Zeitraum zu speichern und dann wiederzugeben, dann könnte man von einem Gedächtnis des Wassers sprechen.“ Interessant ist, dass sich auch im Trocknungsbild von menschlichem Speichel nach einem Handytelefonat deutlich andere Strukturen zeigen als vor einem Handytelefonat. Die Einwirkungen des Mobiltelefons hinterlassen Spuren im Wasser.

Aus der Hebammen Zeitschrift
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Und das Wasser „merkt“ sich auch, wer es aufgetropft hat. So sieht ein Bodenseewasser von Person A ein wenig anders aus als von Person B aufgetropft. Im Prinzip bleibt es in der Erscheinungsform natürlich Bodenseewasser, doch sehen die Versuchsreihen mit den Tropfenfotos der beiden Personen nebeneinander gelegt etwas anders aus. Was die Forscher zur Verzweiflung bringen könnte – scheint sich doch hier zu zeigen, dass das Wasser hochsensibel auf verschiedene Personen reagiert, und es demnach keine verbindliche „Objektivität“ geben kann – ist das Individuum an sich, das sich im Wasser abbildet. Die Wirkung auf das Wasser ist bis zu einer Entfernung von etwa eineinhalb Meter zu beobachten. Wie die Information jedoch in das Wasser kommt, wissen die Forscher noch nicht. Im lebendigen Organismus bilden sich Einwirkungen auf die Körperwasser (beispielsweise Blut, Urin, Lymphe) nach einer gewissen Zeit wieder zurück, im getrockneten Tropfen hingegen bleiben sie bestehen, werden fotografiert und archiviert. Aus dieser Faszination sind im Laufe der Jahre mehrere Forschungsberichte und das Buch „Welt im Tropfen“ geworden. Die gleichnamige Ausstellung wird im Herbst 2006 in Berlin in der Urania zu sehen sein.

Hat es ein Gedächtnis?

Diese Ausstellung „Welt im Tropfen“ war es, die die Ärztin Inge Just-Nastansky im Jahr 2001 in Stuttgart gesehen hatte und die sie derart inspirierte, dass sie sich selbst auf den Weg nach den Informationen im Wasser machte. „Als ich die Ausstellung sah, da wusste ich, das ist etwas ganz Bedeutendes.“ Als Homöopathin sucht sie nach den Spuren der Pflanzen, die sie im Wasser hinterlassen. Bucheckern-Samen, Sternmoossamen, Berberitze-Frucht und Lavendel zeigen ein ganz bestimmtes Bild im Wassertropfen: Wunderschöne Verästelungen, kleine Ärmchen, Sternstrukturen oder sanft angeordnete kaum sichtbare Farben.

Blut auf Papier in destilliertem Wasser nach erschöpfender Arbeit
© Inge Just-Nastansky
Aus: „Vom Wesen
des Wassers“
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Nicht nur was, sondern auch wann aufgetropft wird, hat eine Bedeutung. Die Uhrzeit und die verschiedenen Mondphasen hinterlassen ihre Spuren im Wasser. Ganz erstaunlich sind ihre Bilder des menschlichen Blutes nach schwerer Arbeit und nach einigen Stunden Entspannung. Auch verändert sich das Bild des menschlichen Blutes deutlich sichtbar nach einer halben Stunde Eurythmie, nach Musik oder Stress. Etwas, was uns an sich absolut logisch vorkommt, doch frappierend wirkt, wenn man es in den Tropfen sehen kann.
Blut nach einer Stunde Entspannung
© Inge Just-Nastansky
Aus: „Vom Wesen
des Wassers“Dieses Bild vergrössern
Beeindruckend sind ihre Speicheltropfenbilder eines Patienten nach einer Mistelkur. Der Patient fühlte sich nach einigen Wochen nicht nur vitaler und gesünder, auch seine Blutstropfen hatten eine andere Struktur.Dabei kommt es nicht darauf an, die Tropfenbilder inhaltlich oder gar diagnostisch zu bewerten. Soweit sind sowohl Prof. Kröplin als auch Inge Just-Nastansky noch nicht – und wollen es auch noch nicht sein. Die Bilder werden intuitiv wahrgenommen und phänomenologisch dokumentiert. Und so ergänzt eine Auswahl der Fotos von Inge Just-Nastansky jetzt auch die einst ihr Interesse entfachende Ausstellung „Welt im Tropfen“.

Dass auch jedes Wort zählt, das wir aussprechen oder denken, das konnte der Japaner Masaru Emoto in seinen Wasserkristallbildern von gefrorenen Schneeflocken zeigen. Ein Tropfen Wasser wird in einer Petrischale auf minus 25 Grad eingefroren und dann im Laborraum bei minus 5 Grad unter dem Mikroskop betrachtet und fotografiert. Wasser bildet einen Kristall auf Basis eines sechseckigen Eiskerns beim Einfrieren. „Wenn wir dem Wasser jedoch unnatürliche Informationen aufzwingen, kann es keinen harmonischen, sechseckigen Kristall ausbilden“, schreibt Masaru Emoto in seinem Buch „Die Heilkraft des Wassers“. Er beschriftete verschiedene Reagenzgläser gefüllt mit Wasser mit Worten wie Glück, Pech, Dummkopf oder Sätzen wie „Das haben wir gut gemacht.“ Bei den negativen Konnotationen der Worte ergaben sich schwache, unharmonische oder zerrissene Eiskristalle. Hingegen erschienen die Kristalle nach den Fotos von Emoto rosa eingefärbt (Liebe), wunderschön ausgeformt (Danke) oder in perfekter Schönheit (Glück), wenn sie positiv besetzt waren. Emoto führt dies auf Formen von Schwingungen zurück, die jedem Wort innewohnen und ähnlich wie in Rupert Sheldrakes morphogenetischen Feldern alle Informationen enthalten, die sich wiederum im Wasserbild zeigen können. „Das Wasser ist ein ehrlicher Spiegel, wir können sofort die Auswirkungen von allem sehen“, fasst er zusammen. Und auch bei Emoto spiegeln die Wasserbilder – wenn auch in Form von Kristallen – wider, ob sie einer Handystrahlung ausgesetzt wurden, ob das Wasser aus einem frei fließenden Fluss stammt, aus einem Staudamm oder einer artesischen Quelle.

Aussagefähige Bilder

Ruth Kübler, Künstlerin und Wasserfotografin aus Leidenschaft, beschäftigt sich seit 1988 ausschließlich mit einer Auftropfmethode, in denen wasserhaltige Flüssigkeiten nach dem Auftropfen aussagefähige Bilder ergeben. Sie schaut sich Wässer aus aller Welt unter dem Mikroskop an: Rotes Meer, Wasser aus einem Nebenfluss des Grand Canyons, Antarktis-Wasser oder Meerwasser von Hawaii (Insel Maui) wurden ihr von Globetrottern aus aller Welt mitgebracht. Sie findet darin ganz eigene, künstlerisch-phantasievolle Erklärungen über das Leben wie das Abbild eines Urzeitvogels im getrockneten Safttropfen eines uralten Redwood-Baums.

Sehr eindrucksvoll sind ihre Beobachtungen von Bodenseewasser, das sie zu unterschiedlichen Tageszeiten aufgetropft und unter dem Mikroskop beobachtet hat. Zur Morgenstunde, am Tageshöhepunkt, am späten Nachmittag und nahe Mitternacht ergeben sich verschiedene Muster, Farben und Lichtfunken in den Tropfen. Es ist, anthroposophisch betrachtet, als ob sich die unterschiedlichen Lichtqualitäten der Tageszeiten in den Tropfen widerspiegeln. Ihre faszinierenden Wasserbilder, die unter anderem auch Wasserfotos von so genannten Kraftorten, Hagel, Schnee und Regen, Lichtwässer und Tropfenfotos von strahlenbelastetem Wasser, enthalten, hat sie in ihrem neu erschienenen Buch „Der Kosmos im Wassertropfen“ zusammengefasst.

Die kleinen Dinge

Eine Anthologie, die ebenfalls in diesem Jahr erschienen ist und die Ansichten von Wasserforschern unter anderem aus Deutschland, Österreich, Italien und den USA im Überblick vorstellt, ist die Anthologie „Vom Wesen des Wassers“. Neben dem Blick in die Welt der Tropfen mit unter anderen Inge Just-Nastansky und Alexander Lauterwasser kommen auch die Arbeiten von Johann Grander, Wolfram Schwenk und Thomas Steinmann zur Sprache. Wirbel, Wellen, der Natur nachgeahmte Bewegungsabläufe sowie Apparaturen sind im Einsatz zur Verbesserung der Wasserqualitäten in stehenden Flüssen oder von Trinkwasser.

Wobei keine Wertungen für das eine und gegen das andere abgegeben werden. Wasseraufbereitung kann zu einer eigenen Philosophie werden. Ein schöner Bildband mit künstlerischen Wasserfotos von Jörg Amsel, die die Kapitel inhaltlich voneinander trennen, getreu dem Leitsatz von Johann Grander: „Es sind die kleinen Dinge im Leben, auf die man achten sollte.“ Und das gilt sicherlich nicht nur für den Blick durchs Mikroskop.

Hinweis

Die Ausstellung „Welt im Tropfen“ mit Vorträgen sowie Podiumsdiskussion ist vom 16. Oktober 2006 bis 10. November 2006 in der Urania Berlin zu sehen.

www.weltimtropfen.de

Literatur

Kröplin, B.: Welt im Tropfen.
Gutes Buch Verlag (2001)

Emoto, M.; Fliege, J.: Die Heilkraft des Wassers. Koha Verlag (2004)

Kübler, R.: Der Kosmos im Wassertropfen. Geheimnisvolle Tropfenphänomene. AT Verlag (2006)

Biegert, C.; Gaupp-Berghausen, G.: Vom Wesen des Wassers.
Verlag Frederking & Thaler (2006)

Hintergrund

Bedeutung des Wassers weltweit

Der 22. März ist der „Tag des Wassers“ – oder auch „Weltwassertag“. Dies wurde 1992 in einer Resolution von den Vereinten Nationen erklärt. Das Motto lautete in diesem Jahr „Wasser und Kultur“ - letztes Jahr „Wasser für das Leben“. Die Vereinten Nationen rufen damit alle Menschen dieser Erde dazu auf, das Mögliche zu tun, damit allen Menschen sauberes Wasser zur Verfügung steht. Die Vereinten Nationen hatten das Jahr 2003 zum Internationalen Jahr des Wassers erklärt.

In den vergangenen hundert Jahren hat sich die Weltbevölkerung verdreifacht, während der weltweite Wasserbedarf um das Siebenfache angestiegen ist. Es gibt erste Anzeichen für eine heraufziehende Wasserkrise. Da Wasser einen grundlegenden Aspekt des Lebens darstellt, berührt diese Krise Alles: Gesundheit, Menschenrechte, Umwelt, Ökonomie, Wohlstand, Politik und Kultur. „Wasser sollte als soziales und kulturelles Gut behandelt werden und nicht in erster Linie als ökonomisches Verbrauchsgut“, verkündete das Komitee. Es stellte sich damit auf die Seite derjenigen, die sich der Privatisierung von Wasservorräten widersetzen.

Autorin: Regine C. Henschel



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