Fachinformationen – Wasser unser wichtigstes Lebensmittel – Teil 1

Fachinformationen - Wasser unser wichtigstes LebensmittelErörterung der Qualitätskriterien für Wasser anhand seiner Funktionen im Stoffwechsel

Das vorliegende Schriftstück beschäftigt sich vorwiegend mit den stoffwechselrelevanten Eigenschaften von gesundem Wasser. Es versteht sich als Arbeitspapier, das immer wieder durch neue Erkenntnisse aus dem Bereich Stoffwechselregulation und Wasser ergänzt wird. Anläßlich des Medizinischen Kongresses in BADEN-BADEN 2004 wurde dieses Papier im Rahmen eines Vortrages präsentiert.


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Fachinformationen - Wasser unser wichtigstes LebensmittelFachinformation

1. Vorwort

2. Wasser und der Säure-Basen Haushalt des Körper

2.1 Die elementaren Aufgaben von Wasser im Körper

2.2 Kurze Einführung in die Thematik „Säure-Basen Haushalt“

2.3 Funktion des Wassers zur Aufrechterhaltung des Säure-Basen Gleichgewichtes

2.4 Fachinformation zu „Aktiv Wasser“-„Basisches Wasser“

3. Mineralien im Wasser

3.1 Die Bedeutung von Trink- und Mineralwasser als Mineralstoffquelle

3.2 „Organisch gebundene“ versus „anorganische Mineralstoffe“

4. Physikalische Parameter nach Vincent zur Bestimmung der Wasserqualität

5. Schlusswort

6. Literaturhinweise

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1. Vorwort

„Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel“ – darüber ist sich die Menschheit heute einig. Doch Wasser ist keineswegs gleich Wasser. Durch die verschiedenen Inhaltsstoffe und Reinheitsgrade kann Wasser sehr unterschiedlich in unserem Körper wirken. Wasser ist also nur dem Anschein nach gleich Wasser.

Die öffentliche Diskussion um Wasser beschäftigte sich in der Vergangenheit vor allem mit dem, was Wasser bringen, oder nicht bringen soll. Gemeint sind einerseits die als gesundheitsfördernd geltenden Mineralien, andererseits Schadstoffe wie Nitrat, Nitrit, Schwermetalle, Bakterien usw. Doch dieser Ansatz ist nach Meinung vieler Experten nicht der richtige Blickwinkel, unter dem Wasser betrachtet werden sollte. Außer Frage ist natürlich, daß Wasser immer frei von Schadstoffen sein muß. Sind jedoch die Mineralien im Wasser wirklich unentbehrlich? Wie beeinflussen sie das Wasser in seiner eigentlichen Funktion, nämlich als Transportmittel im Stoffwechsel?

Eine andere interessante Frage ist, welches Wasser für uns „natürlich“ ist, das heißt, von der Natur für den Menschen als Trinkwasser vorgesehen. Quellwasser und Flußwasser sind stets gering mineralisiert, Regenwasser praktisch frei von Mineralien. Das Trinken von Wasser mit hohem Mineraliengehalt ist ein Phänomen der letzten hundert Jahre, denn erst durch die Industrialisierung wurden Möglichkeiten geschaffen, in die Tiefe zu bohren und die dort lagernden Wasserreservoirs anzuzapfen. Es ist also ganz und gar nicht „natürlich“, mineralisches Wasser zu trinken.

In dieser Abhandlung beschäftigen wir uns mit der eigentlichen Funktion von Wasser im Körper – seine Relevanz im Stoffwechsel. Desweiteren hinterfragen wir gängige Behauptungen über den Nutzen „harten“, mineralischen Wassers und formulieren dazu eine Gegenthese.

Ziel dieses Schriftstückes ist die Kumulierung schulmedizinischen und ganzheitlichen Wissens um Wasser. Wer heute die Welt nur aus dem Blickwinkel der Chemie und Biochemie betrachtet, verpasst viel Wichtiges. Deshalb ist eine offenere Haltung in der Diskussion gefragt – das sind wir dem wichtigsten Lebensmittel schuldig.

Mein aufrichtiger Dank gilt Herrn Dr. Andreas Stöß, Facharzt für Immunologie und Mayr-Arzt. Nur durch seine aufopfernde Hilfe war es mir möglich, das vorliegende Schriftstück zu verfassen. Daher möchte ich ihm diese Abhandlung widmen.

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2. Wasser und der Säure-Basen Haushalt des Körpers

2.1. Die elementaren Aufgaben von Wasser im Körper

Ohne Wasser gibt es kein Leben. Wir selbst sind eigentlich vor allem Wasser. Als Säuglinge bestehen wir zu mehr als 90%, als Greise immerhin noch zirka zu 45% aus Wasser.

Doch was tut das Wasser in uns?

– Wasser transportiert Nährstoffe

Wasser transportiert im Körper die aufgenommen Nährstoffe dahin, wo sie verwertet werden
können – in die Zelle. Ohne Wasser könnten die Zellen nicht versorgt werden.

– Wasser transportiert Abfallprodukte aus dem Körper

Wasser schwemmt Abfallprodukte vor allem über die Nieren aus dem Körper aus. Ohne Wasserausscheidung würde sich der Körper vergiften.

– Wasser regelt die Körpertemperatur

Wasser hilft dem Körper, seine Temperatur von zirka 37° Celsius zu halten. Wenn wir uns körperlich anstrengen, oder die Außentemperatur höher ist, bildet sich Schweiß, der auf der Haut verdunstet. Dabei entsteht auf der Hautoberfläche ein Kältefilm, der die Körpertemperatur beeinflußt. Ohne Wasserverdunstung würde der Körper überhitzen.

Kurz gesagt – Stoffwechselregulation und Temperaturregulation sind die wichtigsten Aufgaben von Wasser im Körper. Die Mineralienzufuhr wird dagegen nicht zu den elementaren Aufgaben des Wassers gezählt.

Zur Ausscheidung gelangen täglich zwischen 1,5 und 2,5 Liter, diese Menge sollte auch in etwa getrunken werden, um gesund zu bleiben. Als Faustregel gelten täglich 30 Milliliter Wasser pro Kilogramm Körpergewicht: 60kg – mindestens 1,8 Liter, 80 Kilogramm – mindestens 2,4 Liter Wasser und so weiter.

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2.2. Kurze Einführung in die Thematik „Säure-Basen Haushalt“

Die Aufrechterhaltung des Säure-Basen Gleichgewichtiges ist der entscheidende Faktor für das Funktionieren unseres Körpers. Die PH-Werte unserer Körperflüssigkeiten bewegen sich in sehr engen Grenzen. Ein längeres Überschreiten des richtigen PH-Wertes führt zur so genannten Alkalose, das Unterschreiten zur Azidose. Zur Aufrechterhaltung des Säure-Basen Gleichgewichts stehen dem Körper eine Reihe von Puffersystemen wie Blut, Bindegewebe und Nieren zur Verfügung. Die Systeme verfügen über die notwendigen Basen und Puffersalze, damit es nicht zu einer Schädigung kommt.

Puffersysteme können nur aus Substanzen hergestellt werden, die aus der Nahrung zugänglich sind. Reicht ihre Menge nicht aus, versagen die Puffersysteme. Die Folgen dafür können fatal sein. Die Ganzheitsmedizin orten die Ursache vieler Zivilisationskrankheiten und chronische Krankheiten im langfristigen Ungleichgewicht des Säure-Basen Haushaltes. Vor allem die chronische Übersäuerung, die zur latenten Azidose führt, scheint viele Menschen in unserer heutigen Zeit zu betreffen.

Was sind die Ursachen für eine vermehrte Säurebelastung des modernen Menschen?

• Übermäßiger Genuss von Säurebildenden Nahrungsmitteln (vor allem tierisches Eiweiß, raffinierter Zucker, weißes Mehl, Alkohol, Kaffee)

• zu wenig Basenbildende, vollwertige Kost

• verminderte Säureausscheidung

Der Säureüberschuss, der aus dem Ungleichgewicht zwischen Säureaufnahme und Säureabgabe resultiert, wird im Gewebe abgelagert. Die Verweildauer der Säuren im Bindegewebe und damit die Gefahr einer Gewebsazidose hängt von der Geschwindigkeit des Abtransportes durch das Blut ab.

Funktioniert der Abtransport durch das Blut, liegt es an einer guten Nierenfunktion ab, ob sich der Körper von den überschüssigen Säuren befreien kann. Vor allem die Harnsäure belastet die Niere, welche innerhalb 24 Stunden immerhin 2000 Liter Blut reinigen muss.

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2.3. Funktion des Wassers zur Aufrechterhaltung des Säure-Basen Gleichgewichtes

Wasser ist, als Hauptbestandteil des Blutes, wichtigstes Transportmittel im menschlichen Körper. Probleme entstehen immer dann, wenn Wasser seine Hauptaufgabe nicht in vollem Ausmaß wahrnehmen kann. Das bedeutet: Wenn es nur eingeschränkt transportieren kann, beziehungsweise wenn wir zu wenig „transportierfähiges“ Wasser konsumieren.

Trinken wir zuwenig, kommt es zu einer Eindickung des Blutes mit Ansteigen des
Hämatokrit-Wertes (Anzahl der roten Blutkörperchen am Blutvolumen). Die Folge ist eine Herabsetzung der Fließgeschwindigkeit des Blutes und dadurch ein erschwerter Abtransport der Schlackenstoffe aus dem Gewebe.

Trinken wir zu wenig „transportierfähiges“ Wasser, passiert dasselbe, wie wenn ein bereits halbvoller Omnibus seine Stadtrundfahrt antritt. Nur noch wenige Fahrgäste können zusteigen und mitfahren. Einige müssen zurückbleiben und auf den nächsten Bus warten. Wenn dieser wieder voll beladen kommt, werden sich die wartende Gäste zu ärgern beginnen und Unruhe stiften. In unserem Körper passiert dasselbe. Die Auswirkungen des Verweilens der unerwünschten Stoffwechselendprodukte im Gewebe sind fatal.

Die Frage ist, welches Wasser verfügt über eine besonders hohe Bindekapazität, das bedeutet, die Fähigkeit, Stoffe zu binden und abzuleiten? Ein solches Wasser wäre, neben der richtigen Diät, ein maßgeblicher Beitrag zu einem ausgewogenen Säure-Basen Gleichgewicht im Körper. Die Antwort gibt Karl Gläsel, Autor des Buches „Heilung ohne Wunder und Nebenwirkungen“:

„Das beste, wertvollste und daher gesündeste Trinkwasser ist ein mineralarmes Bergquellwasser. Der pH-Wert liegt dann meistens um 7. Ein solches Wasser erfüllt seine Aufgabe als Lösungsmittel und ermöglicht den unveränderten Ablauf der biologischen Prozesse im Organismus.“

Nach Gläsel erfüllt Wasser seine Hauptaufgaben im Körper umso besser, je mineralstoffärmer es ist. Diese These verwundert – dachten wir nicht immer, es wären gerade die Mineralstoffe, die das Wasser so wertvoll machen?

Weitere Zitate zum Thema Wasser und Mineralstoffe:

Dr. med. Petra Bracht, Gesundheitsexpertin für die Zeitschrift „Fliege – Das Magazin“ meint dazu:

„Niemand mutet einer Waschmaschine gerne kalkhaltiges Wasser zu. Genauso wie weiches Wasser bessere Waschqualitäten hat, weil es intensiver ins Gewebe eindringen kann, erreicht es in Ihrem Körper auch die entlegensten Stellen. Wollen Sie die gleiche Verkalkung erleiden, die Ihrer Waschmaschine droht? – Also trinken Sie stilles, weiches Wasser, möglichst arm an Kalzium und Mineralstoffen. Diese möchte Ihr Körper lieber aus dem biologischen Verbund von Gemüse und Obst beziehen.“

In der österreichischen Zeitschrift „Gesundheit“ lesen wir:

„Optimale Wasserhärte: In Regionen mit hartem, belastetem Trinkwasser treten Nierensteine häufiger auf als in Gegenden mit weichem, reinem Wasser. Der Grund: Weiches Wasser ist ungesättigt und kann so im Körper befindliche Salze, Schwermetalle und Umweltgifte aufnehmen und ausschwemmen. Für den Heimtest: Wasser, das den Körper entschlackt, darf maximal 5 Grad deutsche Härte aufweisen.“

Die berühmte Medizinerin Dr. med. Barbara Hendel schreibt im Wellness-Bestseller „Wasser&Salz“:

„Die Mineralien im Mineralwasser sind also eher schädlich als gut, weil sie die Ausscheidung von Schlackenstoffen verhindern. Empfehlenswert sind also nur Wässer mit einem niedrigen Mineralgehalt unter einem Gramm pro Liter, die so genannten Akratopegen.“

Hartes, mineralisches Wasser funktioniert also genau kontraproduktiv. Es erzeugt Ablagerungen und hemmt die natürliche Entschlackung des Körpers.

Im Gegensatz dazu erweist sich mineralstoffarmes Wasser als optimales Lösungs- und Transportmittel im Stoffwechsel.

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2.4. Fachinformation zu „Aktiv Wasser“ / „Basisches Wasser“

Die Frage, welches Wasser gesund für uns ist und gleichzeitig für den täglichen Genuss empfohlen werden kann, führt uns zur Frage, welche Charakteristika das Wasser hatte, das die Natur dem Menschen ursprünglich zugänglich machte. Es handelte sich um Wasser aus Quellen und Flüssen, also Regen- oder Schmelzwasser, das meist gering mineralisiert, also sehr weich war und im neutralen bis leicht sauren Bereich lag. Wen wundert es, dass gerade ein solches Wasser seine Hauptaufgaben im Organismus, den Transport von Nährstoffen aus der Nahrung in die Zelle und den Abtransport von Giftstoffen und Stoffwechselendprodukten (z.B. Harnsäure) über die Nieren aus dem Körper besonders gut zu erfüllen vermag.

Wasserforschung und Bioelektronik nach Professor Louis-Claude Vincent

Der berühmte französische Wasserforscher Professor Vincent legte nach jahrzehntelanger Forschung die Kriterien für gesundes Wasser wie folgt fest: Ein elektrischer Widerstand größer als 6000 Ohm (gering mineralisiert/weich), ein Redoxpotential zwischen rH2 24 und 28 (leicht reduziert/antioxidativ) und ein pH-Wert zwischen 6,4 und 6,8. Wasser, das diesen Kriterien entspricht, erfüllt seine Aufgabe als Lösungsmittel und unterstützt den optimalen Ablauf der biologische Prozesse im Organismus. Heute finden wir in der Natur, sieht man von wenigen hochwertigen Bergquellwässern ab, kaum noch Wässer, die den Anforderungen von Professor Vincent genügen. Die Werte des Leitungswassers zeigen den negativen Einfluss des Menschen auf die Natur eindeutig. Meist misst man den elektrischen Widerstand bei 1000 bis 3000 Ohm, was auf viele unerwünschte Inhaltstoffe schließen lässt (Kalk, Nitrat, Chlor, organische und anorganische Verschmutzungen). Im Redoxpotential werden Sterilisationsmaßnahmen wie Bestrahlung, Ozonbelüftung und Chlorierung sichtbar – die Werte liegen weit im oxidierten Bereich von rH2 32 bis rH2 36 – das ideale Terrain für die Bildung freier Radikale. Die pH Werte schwanken dazu, je nach Inhaltstoffen, zwischen pH 7,2 und pH 7,8. Professor Vincent und seinem Schüler Dr. Franz Morell gelang es über einen Zeitraum von 25 Jahren und Messungen an über 400.000 Patienten, genau zu bestimmen, welche Krankheit welches Terrain – ausgedrückt durch die Eckdaten elektrischer Widerstand, rH2 und pH-Wert – erzeugt. Nehmen wir nun die typischen Werte des Leitungswassers und ordnen sie nach dem Gesundheits-Krankheitsdiagramm von Professor Vincent ein, so erkennen wir, dass das Trinken von Leitungswasser eine der gefürchtetsten Krankheiten der Gegenwart fördern kann: Krebs.

Die Aufgabe der modernen Wasserforschung ist es, Geräte zu entwickeln, die die Werte des Leitungswasser durch Aufbereitung korrigieren und wieder im „Milieu der Gesundheit“ (>6000 Ohm, 24-28 rH2, pH 6,4-6,8) ansiedeln.
Diese Technologie beruhen darauf, dass das Wasser grobstofflich gereinigt, feinstofflich neutralisiert, leicht mineralisiert und energetisiert wird, um dem Prinzip von Vincent zu entsprechen.

Hochwertige Direct-Flow Umkehrosmosetechnologie reinigt das Wasser von Kalk, Nitrat, Chlor, Radionukliden, pharmazeutischen Rückständen, organischen und anorganischen Verunreinigungen. Das Wasser wird in seiner molekularen Struktur durch Verwirbelung neu organisiert, mittels energetisierter Keramiken und Bergkristalle optimiert und umfassend belebt, der pH-Wert durch Zugabe organischen Kalziums und Spurenelementen reguliert, Zeolithe absorbieren schließlich noch die geringsten Spuren von Arsen oder Ammonium.

Hier noch einmal dargestellt, der Vergleich mit den typischen Werten des „Ausgangswassers“, dem herkömmlichen Leitungswasser:

Elektrischer Widerstand Redoxpotential pH
Leitungswassers 1500-3000 Ohm rH2 32-36 7,2-7,8
Mit Hochtechnologie
aufbereitetes Wasser >50.000 Ohm rH2 >26 6,6-6,8
„Aktivwasser“/„Basisches Wasser“

Das Wirkungsprinzip der verschiedenen Geräte ist laut Hersteller Filtration zur Vorreinigung des Wassers und ein Elektrolyse-System, das durch Absonderung „saurer Mineralstoffe“ den pH-Wert auf zirka pH 9 anhebt und durch Zugabe von gelöstem Wasserstoff, der an die im Wasser verbliebenen Elektrolyte andockt, ein sehr niedriges Redoxpotential von zirka rH2 5 erzeugt.

Die Argumentation dazu zielt auf die Problematik der „freien Radikale“ und „Übersäuerung“ des Gewebes ab. Stellen wir deshalb die Soll-Werte aus der Forschung von Professor Vincent den Werten des „Aktivwassers“ gegenüber:

Elektrischer Widerstand Redoxpotential pH
Soll-Werte nach > 6000 Ohm rH2 24-28 6,4-6,8
Prof. Vincent
„Aktivwasser“ 2500-3500 Ohm rH2 3-6 pH 9-10
(etwas höher als das Leitungswasser)
Auf den ersten Blick wird deutlich, dass die Werte dieses Wassers nicht mit den Soll-Werten für Wasser als Lebensmittel im Einklang stehen. Der optimale Ablauf der biologischen Systeme im Körper (Stoffwechselregulation) wird bei dauerhaftem Genuss nicht unterstützt.

Wie steht es jedoch um das Versprechen, ein starkes Mittel gegen Übersäuerung und Oxidation zu schaffen?

Nach den Gesetzen des menschlichen Stoffwechsels hat Wasser nicht die Aufgabe, durch hohe pH-Werte das Milieu des Körpers zu alkalisieren. Dieser Effekt geschieht durch Stoffwechselreaktionen, welche basenbildende Nahrungsmittel erzeugen (die jedoch per se einen sauren pH-Wert haben!). Sie fördern ein Milieu, in dem sich Stoffwechselschlacken wie die Harnsäure leicht lösen. Wasser hingegen hat im Körper eine Transport- und Reinigungsaufgabe. Liegt der Ohm’sche Widerstand eines Wassers unter 6000 Ohm, geht seine osmotische Fähigkeit, sich mit (aus dem Gewebe gelösten) Stoffwechselendprodukten zu beladen gegen 0. Anstatt den Körper zu reinigen, wird er mit unerwünschten anorganischen Stoffen mineralisiert. Der tatsächlich entschlackende Effekt, der durch das Trinken von „Aktivwasser“ suggeriert wird, ist daher physiologisch nicht vollständig nachvollziehbar.

Das zweite Argument, durch die stark reduzierte Eigenschaft des Wassers würden freie Radikale im Körper neutralisiert, scheint da schon nahe liegender. Die Frage die sich jedoch unweigerlich stellt, lautet: Soll „Aktivwasser“ ein Lebensmittel sein, das täglich literweise getrunken werden kann, oder ein Therapeutikum? Hersteller werben mit der Aussage, ein Liter diese Wassers hätte die antioxidative Kraft von über 10.000 Zitronen. Wenn dies den Tatsachen entspricht, sollte ein Gesundheitsexperte von der täglichen Verwendung als Lebensmittel abraten und „Aktivwasser“ nur unter Beobachtung der Reaktionen im Terrain – zum Beispiel durch die Bioelektronische Terrain Analyse von Blut, Speichel und Urin nach Vincent – wie ein Nahrungsergänzungsmittel verabreichen.

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Schlussfolgerung

Die „Aktivwasser“- Marketing Strategie ist – so wie bereits andere Strategien in der Vergangenheit – bestrebt, dem Element Wasser Aufgaben zuzuschreiben, die mit den biochemischen Reaktionen, die Wasser im Körper erzeugen soll, wenig zu tun haben. Dem Problem oxidativer Vorgänge im Körper sollte durch basenüberschüssige Ernährung, Bewegung (Sauerstoffzufuhr), positive psychosoziale Einflüsse und natürlich ausreichend gesundem Wasser begegnet werden. Unser wichtigstes Lebensmittel auf der Suche nach dem einzigen „Allheilmittel“ technologisch in Extreme zu treiben, ist eine unzureichende Antwort auf eine umfassende, komplexe Thematik.

Autor: Bernhard Vogl

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