Fachinformationen – Wasser unser wichtigstes Lebensmittel – Teil 2

Fachinformationen - Wasser unser wichtigstes Lebensmittel - Teil 23. Mineralien im Wasser

Über die Frage, wie wichtig die im Wasser gelösten Mineralstoffe für den menschlichen Körper sind, wird heute heftig diskutiert. Die Weltgesundheitsorganisation WHO weist in ihren „Guidelines for Drinking Water Quality“ darauf hin, dass in den europäischen und einigen weiteren Ländern viele Konsumenten glauben, dass mineralische Wässer medizinische Eigenschaften haben, jedoch bis heute keine überzeugenden wissenschaftlichen Belege für die postulierten positiven Effekte derartiger Mineralwässer vorliegen.




Fachinformationen - Wasser unser wichtigstes Lebensmittel

In dieser Formulierung steckt tatsächlich ein Paradigmenwechsel. Hat uns die Werbung nicht jahrzehntelang mineralisches Wasser als „unverzichtbaren“ Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung verkauft? Wurde nicht gerade mineralstoffarmes Wasser als „gefährlich“ eingestuft, weil es angeblich die Zellen angreift? Die WHO wischt diese Aussage klar vom Tisch: Die Verwendung von Trinkwasser mit sehr geringen Mineralstoffgehalten (wie es in vielen Ländern der Welt üblich ist) verursacht keine ungünstigen Auswirkungen auf die Gesundheit.

Auch des bekannte deutsche Institut Fresenius räumt in einem Gutachten über Umkehrosmoseanlagen ein, dass sehr weiche, salzarme Wässer von vielen Menschen ein Leben lang getrunken werden, ohne dass nachteilige Folgen für die Gesundheit bestehen.

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3.1. Die Bedeutung von Trink- und Mineralwasser als Mineralstoffquellen

Um die Bedeutung von Trinkwasser also Mineralstoffquelle abschätzen zu können, wurden von der Universität Paderborn, Prof. Dr. Helmut Heseker im Rahmen einer nationalen Verzehrstudie 216 bundesdeutsche Trinkwässer und 234 Mineralwässer auf ihre Kalzium-, Magnesium-, und Natriumgehalte untersucht.

– Kalzium

Der Kalziumgehalt eines deutschen Trinkwassers (= Leitungswassers) beträgt durchschnittlich 73,5 Milligramm, bei Mineralwasser sind es 117,0 Milligramm pro Liter. Die Bioverfügbarkeit von Kalzium aus Trinkwasser liegt laut vorliegender Studie bei durchschnittlich 35%.

Um den Tagesbedarf an Kalzium von 1000 Milligramm pro Tag zu decken, müsste ein Mensch mindestens 8,5 Liter Mineralwasser trinken. Rechnet man noch den Faktor „Bioverfügbarkeit“ ein, so liegt die erforderliche Trinkmenge sogar über 20 Liter! Noch extremer sieht es bei gewöhnlichem Leitungswasser aus: Zwischen 13,6 und 38 Liter müssten getrunken werden, um den Tagesbedarf an Kalzium durch Leitungswasser zu decken.

– Magnesium

Ähnlich zeigen sich die Verhältnisse bei Magnesium. Um den Tagesbedarf an Magnesium von 400 Milligramm durch Wasser zu decken, müsste ein Mensch 10 bis 19 Liter Mineralwasser, beziehungsweise 37 bis 70 Liter Leitungswasser zu sich nehmen. Kein Wunder, enthält Mineralwasser doch durchschnittlich nur 40 Milligramm, Leitungswasser sogar nur 10 Milligramm Magnesium pro Liter.
Schlussfolgerungen der nationalen Verzehrstudie von Prof. Dr. Heseker:

„Die Bedeutung derartiger Getränke (gemeint: Trink und Mineralwasser) als Mineralstoffquellen wird deutlich überschätzt. Mineralstoffe werden überwiegend mit festen Nahrungsmitteln aufgenommen. Eine abwechslungsreiche Mischkost sorgt für eine sicher ausreichende Bedarfsdeckung mit lebenswichtigen Vitaminen und Mineralstoffen.“

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3.2. „Organisch gebundene“ versus „Anorganische“ Mineralstoffe

Auch wenn sich die Ansicht, dass die Mineralienzufuhr über das Wasser nicht essentiell ist, langsam durchsetzt, muss hinterfragt werden, wie gut unser Körper die im Wasser gelösten Mineralien überhaupt assimilieren kann.

Nach Prof. Dr. Heseker liegt die Bioverfügbarkeit von Mineralstoffen aus Wasser bei immerhin 30 – 40 %. Doch was versteht man eigentlich unter dem Begriff „Bioverfügbarkeit“?

Bioverfügbarkeit ist der Freisetzungsgrad eines Wirkstoffanteils, der nach einer gewissen Zeitspanne unverändert im Blutkreislauf nachzuweisen ist. Bedeutet Bioverfügbarkeit von 30 – 40 % automatisch, dass 30 – 40 % der im Wasser gelösten Mineralstoffe auch tatsächlich von der Zelle verstoffwechselt werden?

Der amerikanischer „Vitaminpapst“ Dr. Earl Mindell betont, dass die Fähigkeit, Mineralien verstoffwechseln zu können, an ihrer Eigenschaft liegt, dem Körper in organisch gebundener Form vorzuliegen. Nach Dr. Mindells Ansicht sollte die Aufnahme von Mineralien über die pflanzliche Nahrung erfolgen. Mineralien aus Obst und Gemüse sind an Aminosäuren, so genannte Chelat-Ringen gebunden. Dies geschieht als Prozess während der Photosynthese und kommt einer „Vorverdauung“ gleich.
Chelatierten Mineralien werden ohne Hydrolyse in die Basalmembran der Darmzotten transportiert und dadurch einfach und schnell vom Körper aufgenommen.

Nach Dr. DeWayne Ashmead’s Studie „Intestinal absorption of metal ions and chelates“ aus dem Jahr 1985 geht ebenfalls hervor, dass der Körper chelatierte, also organisch gebundene Mineralien besser aufnehmen kann, als anorganische. An Aminosäuren gebundenes Magnesium zum Beispiel würde 1,8 mal besser assimiliert werden als anorganisches Magnesiumcarbonat, 2,6 mal besser als Magnesium-Sulfat und 4,1 mal besser als Magnesium-Oxid. Die Betrachtung anderer Mineralien ergab ähnliche Ergebnisse.

Der französische Hydrologie Professor Louis-Claude Vincent, auf den wir im folgenden noch zu sprechen kommen, formuliert zu diesem Thema eine weitere interessante These: Seiner Meinung nach können anorganische, nicht an Aminosäuren gebundene Mineralien die Zellmembran nicht, oder zumindest nur eingeschränkt durchdringen, was den osmotischen Druck außerhalb der Zelle erhöht.

Die Folgen werden von Dr. Morell, Schüler von Professor Vincent, wie folgt erörtert:

„Durch den erhöhten osmotischen Druck außerhalb der Zellmembran kommt es zu vermindertem Druck und damit zu einem Wassermangel innerhalb der Zelle; die Gefahr für eine Folgekrankheit steigt, da das Zellgleichgewicht gestört ist – dazu gehören auch der Krebs und Herz-Kreislauf-Krankheiten.“

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4. Physikalische Parameter nach Vincent zur Bestimmung der Qualität von Wasser

Der französische Hydrologe Professor Louis-Claude Vincent untersuchte 12 Jahre lang die Trinkwässer der meisten französischen Städte. Er konnte nachweisen, dass an Orten mit sehr hartem, mineralischem Trinkwasser die Zahl der Herz- Kreislauferkrankungen signifikant höher lag, als an Orten mit weichem, gering mineralisiertem Wasser. Chloriertes Trinkwasser führt darüber hinaus zu einer besonders hohen Krebsrate, so die Erkenntnis von Prof. Vincent.

Die eigentliche Bedeutung des Wassers sieht Vincent wie so viele andere bereits zitierte Experten in seinen elektromagnetischen Eigenschaften, als Lösungsmittel und für die Ausscheidung der nierenpflichtigen Schlacken.

Die von Prof. Vincent entwickelte Bioelektronik zählt heute zu den führenden Diagnosetechniken in der ganzheitlichen Medizin. Drei gezielte Messungen erfassen das biologische Terrain, indem die Parameter PH-Wert, rH2 (Redoxpotential) und R-Wert (elektrischer Widerstand) der drei Körperflüssigkeiten Blut, Speichel und Urin bestimmt werden:
– das Blut gibt Aufschluss über alle immunologischen Vorgänge
– der Speichel über die Verdauungsabläufe
– der Urin über die Ausscheidung.

Die Bio-Elektronische Terrain-Analyse (BE-T-A) ist somit eine physikalische und biochemische Messmethode, mit deren Hilfe exakt das biologische Terrain von Krankheiten beschrieben werden kann. Die Messmöglichkeiten beschränken sich jedoch nicht nur auf Körperflüssigkeiten. Aufgrund der genauen Referenzwerte, die sich aus abertausenden Messungen ergeben haben, kann jedes Lebensmittel auf seine Fähigkeit, ein gesundes biologisches Terrain zu fördern, geprüft werden.

Die Werte eines gesunden Wassers hat Prof. Vincent so definiert:

– PH-Wert knapp unter 7

Ein solcher PH-Wert begünstigt eine optimale Nierenfunktion, führt jedoch nicht zwangsläufig zu einem Milieu, siehe Kapitel 2.4.

– rH2-Wert unter 28

Neben der Protonenkonzentration, ausgedrückt durch den PH-Wert, ist die Elektronenaktivität für die Wasserqualität von entscheidender Bedeutung. Es handelt sich hierbei um REDuktions-OXidations-Prozesse, gemessen über das Redoxpotential in Millivolt beziehungsweise in rH2.

Der rH2-Wert ist demnach ein Maß für die Anzahl der Elektronen, der Grad an Reduktion beziehungsweise Oxidation einer Flüssigkeit. Der Neutralwert liegt bei rH2 28 – gesundes Wasser muss diesen Wert klar unterschreiten. Ein Wasser, das im leicht reduzierten Bereich liegt hat die Fähigkeit, Sauerstoffradikale zu neutralisieren, es übt also eine antioxidative Wirkung aus. Wenngleich dieser Effekt nicht dramatisch ist, ist es doch von großer Wichtigkeit, dass von unserem wichtigsten Lebensmittel kein oxidativer Impuls ausgeht, der das Entstehen weiterer „freier Radikale“ begünstigt.

Der rH2 Wert gilt unter Experten als wichtigstes Qualitätsmerkmal eines gesunden Wassers. Meistens weisen Wässer mit geringem rH2-Wert auch besondere biophysikalische Eigenschaften auf, das heißt, sie transportieren Informationen (Schwingungen), die unserem Organismus zuträglich sind.
– r-Wert (elektrischer Widerstand) über 6000 Ohm

Der elektrische Widerstand, gemessen in Ohm, ist der genaueste Indikator für die Reinheit eines Wassers. In diesem Fall ist jedoch nicht nur die Reinheit von Schadstoffen gemeint, sondern die Reinheit von sämtlichen im Wasser gelösten Feststoffe. Es gilt: Je weniger Mineralien das Wasser enthält, um so höher ist sein elektrischer Widerstand.
Hochohmiges Wasser wird nach Prof. Vincent von der Zelle leichter aufgenommen als Wasser mit niedrigem elektrischem Widerstand. Da sich aus einer chronischen Unterversorgung der Zelle mit reinem Wasser die Entstehung von Zellkrankheiten ableiten lässt, gilt hochohmiges Wasser als hervorragende Prävention gegen Krebs – besonders in Kombination mit einem niedrigen rH2-Wert.

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5. Schlusswort

Dr. Alexis Carell wies bereits 1912 in Laborversuchen nach, dass eine einzelne Zelle praktisch unsterblich ist – vorausgesetzt, sie bekommt genügend Wasser und Nährstoffe und die Schlacken werden vollständig abtransportiert. Diese Erkenntnis brachte Dr. Carell den Nobelpreis für Biologie.
Wenn der Körper also mit ausreichend hochwertigem Wasser versorgt wird, ist eine entscheidende Voraussetzung für die Bewahrung von Gesundheit erfüllt.

Mineralarmes Wasser, das frei von Schadstoffen ist und all seine ursprünglichen natürlichen Eigenschaften besitzt, dem Anspruch auf Hochwertigkeit sicher zur Gänze gerecht.

Autor: Bernhard Vogl

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6. Literaturverzeichnis

Trinkwasserbehandlung mittels Umkehrosmose, Gutachten, Institut Fresenius, 25.09.1990

Untersuchung zur ernährungsphysiologischen Bedeutung von Trinkwasser in Deutschland, Prof. Dr. Helmut Heseker, Universität Paderborn, http://www.forum-trinkwasser.de/studien/charite_kurz.html

Alfred Pischinger, Das System der Grundregulation, 9.Auflage 1999, Haug Verlag

Helmut Elmau, Bioelektronik nach Vincent. Säure-Basen-, Wasser- und Elektrolyt-Haushalt in Theorie und Praxis, Verlag Pro Medicina, ISBN 3932935322

F.Morell, Wasser-Ernährung-Bioelektronik nach der Methode Vincent, 1988, Sonderdruck aus: Erfahrungsheilkunde Band 37, Haug-Verlag

Hartmut Heine, Lehrbuch der biologischen Medizin, Grundregulation und Extrazelluläre Matrix, Hippokrates Verlag, ISBN 3777312304

Karl Gläsel, Heilung ohne Wunder und Nebenwirkungen, 3.Auflage 1992, Gläsel Verlag, Konstanz

Barbara Hendel, Peter Ferreira, Wasser&Salz-Urquell des Lebens, 2001, INA-Verlag

Worlitschek, Praxis des Säure-Basen- Haushaltes, 5. Auflage 2003, Haug Verlag, ISBN 383047167X

Siegfried Grabowski, Gewebsazidosen und Zivilisationserkrankungen, „raum&zeit“, Ausgabe Nr. 60, 1992

Siegrid Das, Entgiften und Entschlacken!, Trias Verlag

Earl Mindell, Vitamine – Bausteine für ein gesundes und langes Leben, 1999, Heyne VerlagRobert

Robert Melchior, Warum organische Nährstoffe energiereicher sind „raum&zeit“, Ausgabe Nummer 93, 1998

Rubrik Essen und Genießen, Zeitschrift Gesundheit, Ausgabe Nummer 11, 2004

Dr. med. Bracht, Essen Sie Wasser!, Fliege – Die Zeitschrift, Ausgabe Dez. 04 – Jän. 05

Dr. med. Bracht, BioTUNING – Leichter leben, Innoventia Verlag, 2001

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