Das intelligente Netz der Pflanzen – Eine biologische Revolution – Das Bewustsein der Pflanzen

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Eine biologische Revolution bahnt sich an: Zunehmend entdecken Forscher, dass Pflanzen zu erstaunlichen Intelligenzleistungen fähig sind. Verantwortlich dafür ist ihr »Wurzel-Gehirn« – ein riesiges unterirdisches Kommunikationsnetz.

Hat Grünzeug Grips? Können Pflanzen erkennen, was mit ihnen geschieht? Ist ein Strauch fähig, vor einer Gartenschere zurückzuweichen oder sich der Gießkanne zuzuneigen? Fühlt ein Baum Schmerz, wenn ein Mensch ihn fällt oder ihm ein Tier einen Zweig abbeißt? Rächen sich manche Bäume sogar dafür? In Südafrika verendeten 1990 über 3000 Antilopen. Die Täter: Akazienbäume! Sie halten Fressfeinde fern, indem sie bei Gefahr die Konzentration des giftigen Bitterstoffs Tannin in ihren Blättern bis zu einer tödlichen Dosis steigern. Gleichzeitig setzen sie das farblose, süßlich riechende Gas Ethylen frei, das der Wind zu den anderen Bäumen trägt – die auf dieses Alarmsignal hin ebenfalls ihre Giftstoffproduktion erhöhen.

Antilopen kennen die Gefahr: Normalerweise fressen sie niemals länger als zehn Minuten von den Blättern ein und desselben Akazienbaums. Dann wechseln sie zu einem anderen Baum – und laufen dabei immer gegen die Windrichtung: Nur dort finden sie noch nicht gewarnte Akazien. Dass es dennoch zu dem Massensterben in Südafrika kam, hatte diesen Grund: Als die Preise für Antilopenfleisch stiegen, wurden die Tiere in Gehegen gezüchtet. Und da die Zäune sie am Weiterziehen hinderten, fraßen sie weit länger von den Akazien als in freier Wildbahn. Das war ihr Tod.

Ist die Abwehrstrategie der Akazie das Ergebnis ihrer Cleverness – oder gar Ausdruck ihres Bewusstseins? Pflanzen ein Bewusstsein zuzuschreiben gilt gemeinhin als esoterische Spinnerei. Doch jetzt sprechen auch ernsthafte Wissenschaftler der vermeintlich so tumben Pflanzenwelt ein erstaunliches Ausmaß an Intelligenz und Problemlösefähigkeit zu.

Autor: Joseph Scheppach
Bericht aus dem PM Magazin

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