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WASSER-WANDLUNG

Zischend entweicht rotbraun getönter Wasserdampf aus den Geysiren im Yeüowstone National Park in den Rocky Mountains. Die Erde lässt hier Druck ab - je kälter die Luft, desto eindrucksvollere Wolken steigen in den Himmel. Ursache des faszinierenden Spektakels: Unter dem Nationalpark glüht eine riesige Magmakammer.

WASSER AN WASSER

Was passiert, wenn man zwei Wassertropfen dicht nebeneinander auftropft? Das wollte das Team um Bernd Kröplin herausfinden. Oben links: Die Aus­gangssituation - in dem Tropfenbild von Wasser aus einem ehemaligen Braunkohletagebau bei Berlin kreuzen sich spitze, glitzernde Kristalle, die am Rand eine Art »Stacheldrahtzaun« bilden. Bild Mitte: Ein zweiter Tropfen (er stammt aus dem Ganges) wird dazugegeben. Er beult den anderen Tropfen aus, aber kann den »Stacheldraht« nicht aufbrechen. Links unten: hier ein ganz anderes Ergebnis. Diesmal kommt ein Tropfen aus einer peruanischen Pflanzenessenz dazu - ihm gelingt es, den »Zaun« aufzubrechen. Das Foto zeigt das »Zwiegespräch« von Wasser zu Wasser. Doch was bedeutet das? »Tropfen tauschen Informationen aus«, sagt Bernd Kröplin, »aber nicht jedes Wasser kann mit jedem!« Und - so Kröplins These: Wasser überträgt Informationen ohne direkten Kontakt, nur mithilfe einer Fernwirkung. Doch was diese ist, wissen die Stuttgarter Forscher noch nicht.

KORPERWASSER

Zu den wasserreichsten Körperflüssigkeiten gehören die Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit, der Speichel, das Blut und der Urin. Aber auch Muskeln haben einen Wasseranteil von weit über 50 Prozent und selbst Knochen immerhin noch von 22 Prozent. Jedes Körperwasser bildet seine eigenen Tropfenbilder. Die linke Reihe (Bild links) zeigt von oben nach unten: Urin, Exsudat (eine durch Entzündungsprozesse entstehende Flüssigkeit) und Blut. Bei ihren Experimenten mit Körperwasser stießen die Stuttgarter Forscher auf ein verblüffendes Phänomen: Wenn die »Probanden« mit dem Wasser einer Pflanzenessenz behandelt wurden, veränderten sich die Tropfenbilder (rechte Reihe): Sie bildeten noch differenziertere Ordnungen als die Flüssigkeiten im unbehandelten Zustand. Könnten Tropfenbilder eines Tages sogar in der medizinischen Diagnostik einge­setzt werden? Die neuesten Ergebnisse des Stuttgarter Forschungsteams um Bernd Kröplin werden vom 3. bis 7. April 2006 auf der Messe »Wasser Berlin 2006« zu sehen sein.

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