Versuchsanlage soll Abwasserlösung für Hanoi (Vietnam) simulieren
Angepasste Abwassertechnik für die wachsende Stadt
Die Versuchsanlage des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojektes „Lösungen für semizentrale Ver- und Entsorgungssysteme urbaner Räume am Beispiel von Hanoi, Vietnam“ wurde am 30. März 2009 vom Parlamentarischen Staatssekretär im BMBF, Andreas Storm auf dem Versuchsgelände der Technischen Universität Darmstadt eingeweiht.
Trinkwasser dezentral aus Abwasser gewinnen
Laut UN werden in 15 Jahren 3 Mrd. Bewohner des blauen Planeten an Wassermangel leiden. Hintergrund ist, dass nur 2,5 % des Nasses, das die Erdoberfläche bedeckt, Süßwasser ist. Abhilfe schaffen will Anton Huber, Geschäftsführer der Scaut-Forschungsgesellschaft mbH. Sein Ansatz besteht darin, Abwässer dezentral zu Trinkwasser zu recyclen. Um den riesigen, globalen Markt erschließen zu können, benötigt der Ingenieur 10 Mio. € Beteiligungskapital.
Anton Huber macht zu Trinkwasser, was viele nicht mal metaphorisch in den Mund nehmen würden: Fäkalien und sonstige Abwässer.
Energie aus Licht und Wasser
Neue photokatalytische Elektrode für die saubere Wasserstoffproduktion aus WasserMit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellen und Solarenergie sind die Hoffnungsträger für eine umweltfreundlichere und ressourcenschonendere Energieversorgung von morgen. Als besonders “sauber” gilt die Kombination von beidem: die Erzeugung von Wasserstoff durch Spaltung von Wasser mit Hilfe von Sonnenlicht.
Auenlandschaften erhalten: Warum und wie?
Am 2. Februar erinnert der Welttag der Feuchtgebiete an die Bedeutung von Auen und Flusslandschaften. In der Helmholtz-Gemeinschaft untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Rolle von Feuchtgebieten für Wasserhaushalt, Artenvielfalt und wirtschaftliche Nutzung und entwickeln Vorschläge für ihren Schutz und eine nachhaltige Bewirtschaftung.
Der Winter und die Fische
Fischereibiologen des vTI untersuchen, wie sich die kalten Temperaturen auf den Fischnachwuchs in der Nordsee auswirkenDer derzeit herrschende “richtige” Winter führt dazu, dass die Nordsee nach mehreren milden Wintern in Folge wieder einmal vollständig auskühlt und “durchlüftet” wird. Die kräftige Abkühlung an der Oberfläche erzeugt in fast allen Nordseebereichen völlig durchmischte Wasserkörper mit optimaler Sauerstoffzufuhr bis zum Boden.
Strom aus Wasserkraft
In Norwegen ist ein neuartiges Kraftwerk in Betrieb gegangen: Es nutzt den unterschiedlichen Salzgehalt von Meer- und Flusswasser zur Energiegewinnung. Und arbeitet völlig ohne Abgase.
Der Norweger Stein Erik Skilhagen arbeitet beim Energiekonzern Statkraft an dem neuartigen Osmosekraftwerk. Treibende Kraft ist der unterschiedliche Salzgehalt von Fluss- und Meerwasser. Zwei Wasserbecken, getrennt durch eine Membran. In dem einen Becken: Flusswasser, in dem anderen: Meerwasser.
Klappe zu, Wasser drin
Forscher entdecken Kohlendioxidsensor bei Pflanzen, der hilft, Flüssigkeitsverluste zu verhindern
Wissenschaftler haben entdeckt, wie sie Pflanzen fit für eine Zukunft mit einem höheren Kohlendioxid-Gehalt in der Luft machen können: Werden bestimmte Sensor-Proteine in den Blättern optimiert, reagieren die Pflanzen sensibler auf CO2.
Wie viel Wasser hat das Meer?
Schwankungen des Meeresspiegels zu messen, ist vergleichsweise einfach. Weitaus komplizierter ist es, daraus die Änderung der Wassermasse zu berechnen. Einem Team von Geodäten und Ozeanographen der Universität Bonn, des Deutschen Geoforschungszentrums GFZ und des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft ist das nun erstmals gelungen. Die Forscher konnten kurzzeitige Schwankungen in der räumlichen Verteilung der Ozeanwassermassen beobachten. Neuer Sensor misst Arsengehalt im Trinkwasser
Durch einen neuen Sensor könnte künftig der Arsengehalt von Trinkwasser einfacher und kostengünstiger gemessen werden. Bei dem patentierten Verfahren werden spezielle Bakterien verwendet, die bei Kontakt mit Arsen zum Leuchten angeregt werden. Wie stark sie leuchten wird optisch gemessen. Auf diese Weise kann der Arsengehalt bestimmt werden. Das neue Verfahren ist besonders für Länder wie Bangladesh oder Vietnam interessant, in denen natürliche Arsenvorkommen eine Gefahr für die Wasserversorgung aus Brunnen darstellen.
Das Leben im Wasser verstehen und schützen
Weltweit einzigartiges Forschungsprojekt stellt gebündeltes Wissen zur Artenvielfalt zur VerfügungWir befinden uns am Rande einer globalen Biodiversitätskrise. Bis zum Jahre 2050 ist mit einem Verlust von bis zu 50 Prozent der weltweiten Artenvielfalt zu rechnen. Der Erhalt der Biodiversität ist daher eine globale gesellschaftliche Herausforderung, vergleichbar dem Klimaschutz, der nachhaltigen Energieversorgung und der Sicherung der Welternährung.



