Wie man Trinkwasser testen kann – Fersehbeitrag – [plusminus
Auszug aus: [plusminus - Wie man Trinkwasser testen kann SR, Dienstag, 28. August 2007
Trinkwasser hat in Deutschland einen hohen Standard und gilt als eines der bestüberwachten Lebensmittel. Und doch kommt es schon mal vor, dass das Wasser aus der Leitung eine ungewöhnliche Farbe hat oder Schwebstoffe zu erkennen sind.
In einem solchen Fall fragt man am besten beim örtlichen Wasserversorger nach: Er hat Informations-Pflichten gegenüber dem Verbraucher. Viele Versorger stellen Tipps und Analysedaten ihres Wassers auch ins Internet.
Allerdings kann der Versorger nur etwas über die Güte des Wassers bis zum Übergabepunkt in den Haushalt sagen. [...]
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Rohre und Leitungen im Haushalt
Ab der Wasseruhr ist dann die Art der Wasserrohre und die Qualität der eingesetzten Armaturen im Haus entscheidend. Hier ist der Hauseigentümer bzw. der Vermieter gefragt. Sollten im Haus zum Beispiel noch Bleirohre liegen, dann müssen sie bei einer Überschreitung des Grenzwertes von 25 Mikrogramm Blei pro Liter Wasser ausgetauscht werden. Nach 2013 gilt ein Grenzwert von zehn Mikrogramm pro Liter Wasser. Bleirohre wurden in Deutschland in manchen Regionen bis 1973 in den Häusern eingebaut.
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Gesundheitsämter
Kommt man mit seinen Fragen zur Wassergüte beim Vermieter nicht weiter, lohnt es sich, beim örtlichen Gesundheitsamt nachzufragen. Die Mitarbeiter sind bei einem begründetem Verdacht verpflichtet zu handeln.
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Wassertests für Zuhause
Will man als Verbraucher das Wasser selbst prüfen – weil ein Säugling im Haushalt lebt oder man einfach auf Nummer sicher gehen will – dann kann man sich an ein staatliches oder privates Prüfinstitut wenden.
In Niedersachsen gibt es derzeit im Rahmen eines Bleisanierung-Projektes für Familien mit Kindern oder Haushalte mit jungen Frauen kostenlose Tests der örtlichen Gesundheitsämter. [...]
Bundesweit bietet die Stiftung Warentest Wasserchecks auf Schwermetalle zum Preis von aktuell 28 Euro an. Wer sein Wasser genauer untersucht haben will, muss – je nach Umfang der Tests – in der Regel zwischen 60 und 80 Euro zahlen.
[...] Die örtlichen Gesundheitsämter können in der Regel die zugelassenen Labore für einen Wasserchecks in der jeweiligen Region in Deutschland benennen.
UQW-TIPP: Wassertest beim Frauenhofer Institut
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Allgemeine Tipps
Wer auf die Qualität seines Trinkwassers achtet, sollte immer auch bedenken: Jedes Wasser, das länger in der Leitung steht, ist nicht mehr so gut wie frisches Trinkwasser.
Deshalb: morgens oder auch nach einem längeren Urlaub das so genannte Stagnationswasser ablaufen lassen. Experten empfehlen hier drei bis fünf Minuten. Diejenigen, die in einer oberen Etage eines Hochhauses leben, müssen unter Umständen das Wasser sogar noch ein wenig länger laufen lassen. Damit das Wasser dabei nicht ungenutzt in den Ausguss läuft, sollte man es auffangen, um damit zum Beispiel die Pflanzen zu wässern.
Legionellen sind mikroskopisch kleine Bakterien. In Privathaushalten stellt ihr Auftreten nach Angaben der FU Berlin in der Regel keine Gefahr dar. Wer jedoch absolut sicher gehen will: Als Prophylaxemaßnahme empfehlen Experten, das Wasser in einem Boiler einmal täglich während einer Stunde auf 60 Grad zu erhitzen.
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Sprudler, Filter und Co.
Vorsicht ist auch bei Wasserfiltern und Wasserkochern geboten: Bestandteile, die nicht regelmäßig gereinigt werden, können dafür sorgen, dass das Wasser verkeimt. Um dem vorzubeugen, hilft nur schrubben bzw. rechtzeitig die Filter zu wechseln! Das gilt auch für so genannte Perlatoren, also Luftsprudler an Wasserhähnen: Sind sie alt und verdreckt, sind sie ein idealer Nährboden für Keime. Abhilfe schafft hier nur regelmäßiges Reinigen, damit das kühle Nass köstlich schmeckt und gut tut.
UQW-TIPP: Wassertest beim Frauenhofer Institut
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Auszug aus dem Fernsehbeitrag [plusminus vom 28.08.2007 (SR)
Autorin: Sabine Müller
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Dieser Text gibt den Fernsehbeitrag vom 28.08.2007 wieder. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.



